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KI-Vertragsprüfung: 9 Tools im belegten Vergleich (September 2026)

Nach unseren offengelegten Kriterien führen fynk, BEAMON by BRYTER und Juro die KI-Vertragsprüfung an, Stand 30. September 2026. fynk veröffentlicht alle Preise, hat einen Gratis-Tarif und hostet nur in Deutschland. BEAMON nennt Preise ab 99 Euro je Nutzer und speichert EU-Kundendaten in Frankfurt. Juro markiert Verträge in Word nach Ihrem Playbook und speichert im EWR. Bewertet wird, was die Anbieter belegen, nicht die Prüfqualität im Praxistest.

Auf einen Blick
  • Neun Tools mit dokumentierter KI-Vertragsprüfung stehen auf der Liste; drei Plattformen mit Schwerpunkt Recherche fehlen, weil ihre Seiten keine eigene Prüffunktion für Verträge beschreiben.
  • Nur zwei der neun veröffentlichen Preise: fynk ab 0 Euro im Gratis-Tarif und 19 Euro je Nutzer und Monat, BEAMON ab 99 Euro je Nutzer, jährlich abgerechnet.
  • Sechs der neun nennen eine Datenhaltung in der EU oder eine EU-Option; Spellbook speichert in Kanada und den USA, Luminance und Legora nennen keine Region.
  • Acht der neun prüfen Verträge gegen Ihr eigenes Playbook; fynk beschreibt seine KI-Prüfung als Markierung ungewöhnlicher Klauseln, fehlender Konditionen und Risiken.
  • Juro prüft Verträge per KI nur auf Englisch, Legartis in jeder europäischen Sprache und mit Training auf Verträgen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Software für KI-Vertragsprüfung liest einen Vertrag, vergleicht ihn mit den Positionen Ihrer Rechtsabteilung und markiert Abweichungen, am besten direkt in Microsoft Word. Dahinter stecken drei Arten von Produkten: Vertragsmanagement mit KI-Prüfung, Prüfassistenten für Anwältinnen und Anwälte sowie breite juristische KI-Plattformen. Diese Liste reiht neun Tools, die in unserem Verzeichnis ein Vollprofil haben und deren Prüffunktion der Anbieter öffentlich beschreibt.

Jeden Preis, jeden Test, jedes Zertifikat, jeden Speicherort und jede Integration haben wir am 30. September 2026 auf den Seiten der Anbieter geprüft. Die Reihenfolge folgt vier Kriterien aus unseren eigenen Daten, die der Abschnitt zur Reihung erklärt. Kein Anbieter bezahlt uns dafür. Für Kanzleien und Rechtsabteilungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ordnen wir außerdem BRAO, Strafrecht und DSGVO ein.

KI-Vertragsprüfung in unserem Verzeichnis

Vertragsprüfung ist eine von fünf Nischen unserer Kategorie Recht, neben juristischer Recherche, eDiscovery, Marken und Patenten sowie Kanzleisoftware. Insgesamt führt unser Verzeichnis 47 Tools für Recht. Neun davon dokumentieren eine KI-Funktion zur Vertragsprüfung und stehen auf dieser Liste. Der Rest sind Rechercheplattformen, eDiscovery-Suiten, Datensätze und Benchmarks.

In der gesamten Kategorie Recht können 14 Tools Daten in der EU halten, 9 bieten einen Gratis-Test, und 38 nennen Preise nur auf Anfrage. Sicherheitsnachweise sind verbreitet: 28 nennen SOC 2, 26 nennen ISO 27001.

Die größte Gruppe stammt aus den USA, 24 Tools für Recht. Europa folgt mit 5 Tools aus Großbritannien, 3 aus Deutschland und mindestens je einem aus Österreich, der Schweiz und Schweden. Für Kanzleien mit Verschwiegenheitspflicht ist das mehr als eine Herkunftsfrage.

Tools für Recht im Verzeichnis47
Nennen SOC 228
Nennen ISO 2700126
Daten in der EU möglich14
Mit Gratis-Test9
Mit Gratis-Tarif8

Tools der Kategorie Recht, Datensatz ai-toolfinder.com mit tagesaktuellen Zahlen; der erste Balken ist hervorgehoben, weil er die Basis der übrigen ist.

Belege: [1]

Alle neun Tools im Vergleich: Preis, Gratis-Angebot, Datenhaltung

Die Tabelle zeigt die neun Tools in der Reihenfolge unserer Bewertung. Mit dem Filter darunter grenzen Sie die Liste auf das ein, was Ihr Team braucht.

Nur fynk und BEAMON by BRYTER veröffentlichen Beträge. Juro, Ironclad und Spellbook nennen immerhin, wonach sich der Preis richtet, etwa Vertragsvolumen oder Zahl der Teammitglieder. Legartis, Luminance, Harvey und Legora nennen weder Preis noch Preiseinheit.

Unsere Daten · sortierbar

Alle neun Tools zur Vertragsprüfung im Überblick

Verzeichnisdaten, am 30. September 2026 auf den Seiten der Anbieter geprüft. Monatspreise laut Anbieter bei jährlicher Abrechnung, Angaben zur Umsatzsteuer machen die Anbieter nicht.

1fynk0 € (Gratis-Tarif), 19 € je NutzerGratis-Tarif und TestJa, nur DeutschlandVolle Preisliste, Gratis-Tarif
2BRYTER (BEAMON)99 € je Nutzer (BEAMON)Gratis-TestJa, nur DeutschlandWord-Add-in, Server in Frankfurt
3JuroAuf Anfrage, nach VertragsvolumenNicht veröffentlichtJa, EWR oder EuropaPlaybook-Redlines in Word
4IroncladAuf AnfrageNicht veröffentlichtEU-Option für einzelne KundenJurist-Agent im CLM
5SpellbookAuf Anfrage, je TeammitgliedGratis-TestNein, Kanada und USAWord-Add-in, 7-Tage-Test
6LegartisNicht veröffentlichtNicht veröffentlichtJa, EWR oder EuropaAlle europäischen Sprachen
7LuminanceNicht veröffentlichtNicht veröffentlichtNicht angegebenPlaybooks und Präzedenzfälle
8HarveyNicht veröffentlichtNicht veröffentlichtEU-Option für einzelne KundenPrüf-Agenten, EU- oder CH-Verarbeitung
9LegoraNicht veröffentlichtNicht veröffentlichtNicht angegebenautomatisierte Playbooks in Word

Quelle: Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 30. September 2026, geprüft an den Seiten der Anbieter

Unsere Daten · interaktiv

Die Liste nach Ihren Anforderungen filtern

Die neun Tools dieser Liste. Wählen Sie eine Region des Firmensitzes oder eine Tool-Art und sehen Sie, welcher Anteil Daten in der EU speichert, Preise veröffentlicht, ein Word-Add-in, eine Playbook-Prüfung oder ein Sicherheitszertifikat bietet.

Firmensitz
Tool-Art

9 in dieser Auswahl

Daten in der EU oder EU-Option67 % (6/9)
Veröffentlichter Preis22 % (2/9)
Gratis-Test33 % (3/9)
Gratis-Tarif11 % (1/9)
Add-in für Microsoft Word67 % (6/9)
Prüfung gegen eigenes Playbook89 % (8/9)
ISO 27001 genannt78 % (7/9)
SOC 2 Type II genannt78 % (7/9)

Strich: Wert über alle (9)

Quelle: Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 30. September 2026

Belege: [2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14]

So haben wir gereiht

Jedes Tool erhält für vier Kriterien aus unseren Daten je 0 bis 2 Punkte. Passung: 2 Punkte, wenn Vertragsprüfung die Hauptnische ist und eine KI-Prüfung allgemein verfügbar ist. 1 Punkt, wenn die Prüfung ein Modul einer breiten juristischen KI-Plattform ist. Belege: 2 Punkte, wenn der Anbieter mindestens 5 unserer 6 Fragen öffentlich beantwortet (Preis, Gratis-Angebot, KI-Prüffunktion, Speicherort, Zertifikat, Integration), 1 Punkt bei 3 oder 4.

Preis-Transparenz: 2 Punkte für veröffentlichte Beträge, 1 Punkt für eine veröffentlichte Preiseinheit oder einen Gratis-Test ohne Beträge, 0 Punkte für Preise nur auf Anfrage. Datenhaltung: 2 Punkte, wenn die Speicherung in der EU oder der Schweiz für europäische Kunden der genannte Standard ist. 1 Punkt für eine EU-Option für einzelne Kunden, 0 Punkte ohne EU-Standort.

Bei Gleichstand entscheidet zuerst die Passung, dann die Zahl der beantworteten Fragen, dann der niedrigere veröffentlichte Einstiegspreis. So liegt fynk vor BRYTER, beide mit 8 Punkten. Kein Anbieter hat für einen Platz bezahlt, Partnerlinks ändern die Reihenfolge nicht. Die Reihung misst, was Sie vor einer Demo prüfen können, nicht die Treffsicherheit der KI.

Unsere Bewertung · zum Aufklappen

So hat jedes Tool abgeschnitten

Vier Kriterien mit je 0 bis 2 Punkten. Bewertet wird, was die Anbieter veröffentlichen, nicht wie gut die KI einen Vertrag prüft.

Quelle: Bewertung ai-toolfinder.com, Stand 30. September 2026

Belege: [1]

1. fynk: die einzige vollständige Preisliste, mit Gratis-Tarif

fynk ist Vertragsmanagement-Software aus Wien mit KI in jedem Tarif. Die KI-Prüfung markiert ungewöhnliche Klauseln, fehlende Konditionen und mögliche Risiken. Die KI-Analyse zieht wichtige Datenpunkte aus Verträgen, dazu kommen KI-Assistent, Zusammenfassung und KI-Suche. Bezahlte Tarife bieten einen MCP-Server für Assistenten wie Claude oder ChatGPT.

fynk hat als einziger Anbieter hier eine vollständige öffentliche Preisliste. Der Gratis-Tarif gilt für ein Konto mit 50 KI-Credits im Monat. Essential kostet 19 Euro, Business 39 Euro je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung (monatlich 29 und 49 Euro), Pro gibt es auf Anfrage. Jeder bezahlte Tarif startet mit 14 Tagen Gratis-Test ohne Kreditkarte. Gehostet wird ausschließlich in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland.

Die Grenzen: KI-Aktionen verbrauchen Credits, die das Team teilt und die monatlich verfallen; bei vielen Prüfungen kaufen Sie Pakete nach. Von Playbooks spricht die Preisseite nicht. fynk passt daher eher zum schnellen Risiko-Scan als zur Prüfung gegen detaillierte Verhandlungspositionen. Eine HubSpot-App gibt es im Marketplace.

Belege: [2][15][16]

2. BEAMON by BRYTER: Preise je Nutzer, Server in Frankfurt

BRYTER aus Frankfurt am Main verkauft zwei Produkte: BRYTER Workflows, eine No-Code-Plattform zur Automatisierung, und BEAMON AI, einen Assistenten für Rechts- und Compliance-Teams. Bei der Vertragsprüfung gleicht BEAMON den Vertrag mit freigegebenen Positionen und Playbook-Standards ab. Nicht übliche Klauseln, Risiken und Ausweichformulierungen sehen Sie, bevor Sie den ganzen Text lesen.

BRYTER veröffentlicht die BEAMON-Preise je Nutzer und Monat: 99 Euro für Single, 149 Euro für Team und 199 Euro für Pro bei jährlicher Abrechnung, monatlich 118, 176 und 234 Euro. Jede Lizenz enthält unbegrenzte Chats, die Dokumentprüfung BEAMON Extract und das Word-Add-in; einen Gratis-Test gibt es. Daten von Kunden aus EU und EWR bleiben auf Servern in Frankfurt. BRYTER ist nach ISO 27001:2022 und SOC 2 Type II zertifiziert und nutzt Kundendaten nicht zum Training von KI-Modellen.

Für Kanzleien wichtig: BRYTER erklärt, BEAMON halte BRAO und § 203 StGB vollständig ein. Die Grenzen: Single ist nur für Einzelanwältinnen und Einzelanwälte gedacht, ohne Teamfunktionen. Workflows, Single Sign-on (SSO) und die SharePoint-Anbindung gibt es nur in Pro; BRYTER Workflows selbst kostet nach Angebot.

Belege: [3][17][18][8][19][20]

3. Juro: Playbook-Redlines in Word, Daten im EWR

Juro ist eine britische Vertragsplattform mit Browser-Editor und elektronischer Signatur. Die KI-Vertragsprüfung lässt Agenten fremde Verträge gegen Ihre Playbooks prüfen und markieren, gestartet aus Microsoft Word. Zu jeder KI-Antwort liefert Juro die Begründung und die Playbook-Regel hinter der Änderung.

Juro nennt keine Beträge. Alle Tarife enthalten unbegrenzt viele Nutzer, Workflows und Vorlagen; der Preis richtet sich nach Vertragsvolumen und Integrationen, Angebote gibt es auch in Euro. Slack, Google Drive und Companies House sind enthalten, Salesforce, HubSpot und Workday kosten extra. Verträge liegen bei Amazon Web Services und MongoDB im EWR, Juro hat einen SOC-2-Type-II-Bericht.

Die wichtigste Grenze für DACH-Teams: Die KI-Vertragsprüfung gibt es derzeit nur auf Englisch. KI-Assistent und AI Extract unterstützen mehrere Sprachen. Einen Gratis-Test nennt Juro nicht.

Belege: [21][4][7][22]

4. Ironclad: der Jurist-Agent im Konzern-CLM

Ironclad ist eine Plattform für Contract Lifecycle Management (CLM, Vertragsmanagement über den ganzen Lebenszyklus) aus San Francisco. Der KI-Agent Jurist markiert ganze Verträge nach einem hochgeladenen Playbook, benennt rechtliche, finanzielle und operative Risiken und entwirft Memos und Schreiben. Jurist für Microsoft Word, auf der Produktseite als neu markiert, arbeitet direkt im Dokument.

Ironclad kalkuliert individuell. Als Preistreiber nennt die Preisseite Produkte, Nutzer, Workflows und Zusatzleistungen wie API, Integrationen oder weitere Instanzen. Die Salesforce-Integration ist auf AppExchange zugelassen. Daten liegen in den USA oder für bestimmte Kunden in der EU. Die Sicherheitsseite nennt SOC-1- und SOC-2-Type-II-Berichte und einen Abschnitt zu ISO 27001, 27017 und 27018.

Die Grenzen: Jurist setzt auf Ironclad CLM auf und ist damit eine Wahl für Teams, die die ganze Plattform wollen. Die EU-Speicherung ist nicht Standard, einen Gratis-Test nennt Ironclad nicht.

Belege: [23][5][9][24]

5. Spellbook: Word-Add-in mit 7 Tagen Gratis-Test

Spellbook läuft als Add-in in Microsoft Word, für Kanzleien und Rechtsabteilungen. Die Spellbook Suite bietet in Word Review, Draft, Ask, Benchmarks und Playbooks, dazu Associate, einen Agenten für Mandate mit mehreren Dokumenten. In Playbooks speichern Sie Ihre Vorgaben, wie Spellbook einen Vertrag prüfen soll.

Spellbook rechnet nach Zahl der Teammitglieder ab und nennt Preise nach einer Demo. Anwältinnen, Anwälte und Rechtsteams können 7 Tage gratis testen, größere Organisationen auch länger. Der Anbieter hat seinen Sitz in Kanada, einen SOC-2-Type-II-Bericht und Vereinbarungen ohne Datenspeicherung mit OpenAI und Anthropic. Die Anmeldung läuft über Microsoft-Konten.

Die Grenze für europäische Käufer ist der Speicherort: Kundendaten werden in Rechenzentren in Kanada und den USA gespeichert und verarbeitet. Kanzleien müssen dann nach § 43e Abs. 4 BRAO prüfen, ob der Schutz der Geheimnisse dort dem inländischen vergleichbar ist. Das neuere Vertragsmanagement ACM gibt es nur als Early Access, es fließt nicht in die Reihung ein.

Belege: [6][10][25][26]

6. Legartis: Prüfung in jeder europäischen Sprache, Server in der Schweiz

Legartis aus Zürich nennt sein Produkt Legal AI Workspace. AI Contract Review prüft jeden eingehenden Vertrag gegen Ihr Contract Playbook, ordnet jede Abweichung der verletzten Regel zu und schlägt Formulierungen vor. Der Contract Playbook Creator baut Playbooks je Vertragstyp, ein Legal Agent übernimmt Entwürfe und eigene Abläufe.

Legartis prüft gängige Vertragstypen in jeder europäischen Sprache. Trainiert wurde die KI auch auf deutschsprachigen Verträgen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Server stehen in der Schweiz und in Europa, das Unternehmen ist nach ISO 27001 zertifiziert und nutzt lokal gespeicherte Sprachmodelle; On-Premise gibt es auf Anfrage.

Die Grenze: kein Preis, kein Gratis-Test und keine Liste der Integrationen auf den geprüften Seiten. Deshalb landet Legartis trotz starker Passung bei 5 Punkten.

Belege: [27][11][28]

7. Luminance: Playbooks plus eigene Präzedenzfälle

Luminance wurde von Forschenden der University of Cambridge gegründet und teilt seine Plattform in Verhandlung, Vertragsablage und Workflows. In der Verhandlung wendet es Ihre Playbooks, bevorzugten Positionen und Präzedenzfälle auf jeden Vertrag an. Markups erzeugt es direkt in Microsoft Word, auch wo noch keine formale Playbook-Position existiert.

Luminance ist nach ISO 27001 zertifiziert und lässt sich regelmäßig nach SOC 2 Type II prüfen; Daten sind mit AES-256 verschlüsselt und bei AWS gehostet. In welcher Region Kundendaten liegen, sagt die Sicherheitsseite nicht. Preise und Gratis-Test gibt es öffentlich nicht.

Die Stärke sind Präzedenzfälle: Luminance vergleicht einen neuen Entwurf mit dem, was Sie mit derselben Gegenseite schon akzeptiert haben.

Belege: [29][13][30]

8. Harvey: Prüf-Agenten auf einer breiten Rechts-KI-Plattform

Harvey ist eine juristische KI-Plattform aus San Francisco für Kanzleien und Rechtsabteilungen. Das Modul Contract Intelligence erkennt den Vertragstyp, prüft gegen Ihr Playbook, vergleicht Klauseln mit abgeschlossenen Verträgen und verfolgt Pflichten. Verträge kommen aus Outlook, Jira, SharePoint, iManage, Box oder Google Drive.

Harvey läuft auf Microsoft Azure und bietet für Kunden mit Lokalisierungsbedarf eine Verarbeitung in der EU und der Schweiz oder in Australien. Harvey nennt SOC 2 Type II, ISO 27001, ISO 27701 und ISO 42001 und trainiert nicht mit Kundendaten. Preise veröffentlicht Harvey nicht.

Die Grenze ist der Zeitpunkt: Harvey stellte Contract Intelligence am 21. Mai 2026 vor, mit Warteliste für Early Access und allgemeiner Verfügbarkeit geplant im dritten Quartal. Fragen Sie in der Demo, ob das Modul in Ihrem Vertrag enthalten ist.

Belege: [31][12][32]

9. Legora: automatisierte Playbooks in Word

Legora ist eine kollaborative juristische KI-Plattform mit technischem Team in Schweden. Das Word-Add-in bringt den Legora Agent in Microsoft Word, um zu entwerfen, zu markieren und zu prüfen. Automated Playbooks wenden anpassbare Regelwerke auf Dokumente wie NDAs und Dienstleistungsverträge an, Tabular Review wertet viele Dokumente gleichzeitig aus.

Legora nennt ISO 27001, ISO 42001 und SOC 2 Type 2, arbeitet nach DSGVO und nutzt Kundendaten nicht zum Training oder Feintuning von Modellen. Endet der Vertrag, werden alle Daten endgültig gelöscht; vorher können Sie einen vollständigen Export anfordern.

Die Grenzen: kein Preis, kein Gratis-Test und keine Speicherregion auf den öffentlichen Seiten. Wie bei Harvey ist die Vertragsprüfung ein Teil eines größeren Abonnements.

Belege: [33][14][34]

Recht in Deutschland: BRAO, § 203 StGB, RDG und DSGVO

Anwältinnen und Anwälte dürfen Dienstleistern wie einem KI-Anbieter Zugang zu Mandatsgeheimnissen nur geben, soweit das erforderlich ist. § 43e BRAO verlangt eine sorgfältige Auswahl und einen Vertrag in Textform mit Verschwiegenheitspflicht. Bei Diensten im Ausland muss der Schutz der Geheimnisse dem inländischen vergleichbar sein; bei Diensten für ein einzelnes Mandat braucht es die Einwilligung der Mandantschaft. Strafrechtlich flankiert das § 203 StGB.

Die Bundesrechtsanwaltskammer hat im Dezember 2024 Hinweise zum KI-Einsatz veröffentlicht. Kern ist eine eigenverantwortliche Überprüfung und Endkontrolle jedes KI-Ergebnisses durch die Anwältin oder den Anwalt. Das Rechtsdienstleistungsgesetz betrifft Tätigkeiten in konkreten fremden Angelegenheiten (§ 2 Abs. 1 RDG). Wer Verträge für Dritte prüft, braucht eine Befugnis nach § 3 RDG, egal ob mit oder ohne KI.

Für Rechtsabteilungen zählt vor allem der Datenschutz. Verarbeitet ein Anbieter personenbezogene Daten aus Ihren Verträgen in Ihrem Auftrag, brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Die KI-Vertragsprüfung einer Rechtsabteilung steht nicht auf der Hochrisiko-Liste des EU AI Act: Anhang III erfasst die Justiz nur bei KI, die für Justizbehörden oder in der Streitbeilegung arbeitet.

1. August 2024Der EU AI Act tritt in Kraft, Pflichten folgen gestaffelt.
2. Februar 2025Verbotene Praktiken und die Pflicht zur KI-Kompetenz gelten.
27. Juli 2026Der AI Omnibus tritt in Kraft und verschiebt die Hochrisiko-Fristen.
2. August 2026Der AI Act gilt allgemein, auch die Transparenzregeln.
2. Dezember 2027Pflichten für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III gelten; Vertragsprüfung im Unternehmen steht nicht auf der Liste.

Fristen des EU AI Act für Tools zur Vertragsprüfung, Europäische Kommission, Stand September 2026.

Belege: [26][35][36][37][38][39][40][41][19]

Welche Art von Tool zu Ihrem Team passt

Beginnen Sie dort, wo Ihre Juristinnen und Juristen arbeiten. Kommen die meisten Verträge als Word-Datei von der Gegenseite, passt ein Word-Add-in wie Spellbook, BEAMON, Juro, Luminance oder Legora. Brauchen Sie zusätzlich Vertragsablage, Freigaben und Signatur, deckt eine Plattform wie fynk, Juro oder Ironclad den ganzen Lebenszyklus ab.

Testen Sie dann mit eigenem Material. Laden Sie eines Ihrer Playbooks, prüfen Sie einen echten Vertrag der Gegenseite, den Ihr Team schon verhandelt hat, und vergleichen Sie das KI-Markup mit der Endfassung. Lassen Sie sich den Preis für Ihre genaue Zahl an Nutzern oder Verträgen nennen, inklusive KI-Credits und Zusatzmodulen, und den Speicherort schriftlich bestätigen.

Selbstcheck

Welche Art von Tool zur Vertragsprüfung passt zu Ihnen?

Eine grobe Orientierung nach Ihrer heutigen Arbeitsweise. Sie ersetzt keine Demo und ist keine Rechtsberatung.

Müssen Ihre Vertragsdaten in der EU bleiben, etwa wegen Mandatsgeheimnis oder Auftragsverarbeitungsvertrag?

Für Kanzleien gilt § 43e BRAO, für Dienste im Ausland dessen Absatz 4.

Rechner · Listenpreise

Was die zwei veröffentlichten Preislisten für Ihr Team kosten

Listenpreise je Nutzer in Euro bei jährlicher Abrechnung, wie von fynk und BEAMON by BRYTER veröffentlicht, Stand September 2026. Die übrigen sieben Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. Nur zur Orientierung, kein Angebot.

fynk Free

Gratis-Tarif gilt für ein Konto

50 KI-Credits im Monat

Günstigste

fynk Essential

95 € pro Monat

im Jahr: 1.140 €

150 KI-Credits im Monat, im Team geteilt

29 € bei monatlicher Abrechnung

fynk Business

195 € pro Monat

im Jahr: 2.340 €

250 KI-Credits im Monat, im Team geteilt

49 € bei monatlicher Abrechnung

BEAMON Single

Single nur für Einzelanwältinnen und Einzelanwälte

118 € bei monatlicher Abrechnung

BEAMON Team

745 € pro Monat

im Jahr: 8.940 €

Geteilte Projekte und Prompt-Bibliothek

176 € bei monatlicher Abrechnung

BEAMON Pro

995 € pro Monat

im Jahr: 11.940 €

Workflows, SSO und SharePoint-Anbindung

234 € bei monatlicher Abrechnung

Quelle: Preisseiten von fynk und BEAMON AI, Stand 30. September 2026

Für Ihre Demo

Prüfliste für die Demo einer KI-Vertragsprüfung

0/9

Ihr Stand bleibt in diesem Browser gespeichert.

Belege: [2][3][21][5][6][27][31][33][26][39]

Geprüft und nicht aufgenommen

Drei juristische Plattformen mit Vollprofil in unserem Verzeichnis fehlen auf der Liste. Lexis+ with Protégé beschreibt Entwürfe für Verträge, CoCounsel Legal nimmt eine Vertragsprüfung als eine von vielen Aufgaben an. Beide sind um die Recherche gebaut, keine der Seiten beschreibt eine Prüfung gegen Ihr eigenes Playbook.

Noxtua aus Berlin mit europäischem Hosting bietet ein Word-Add-in, das Dokumente mit KI überarbeitet. Eine eigene Vertragsprüfung beschreibt die Seite aber nicht. Dokumentiert ein Anbieter eine solche Funktion, nehmen wir ihn auf.

Belege: [42][43][44]

Tools in diesem Artikel

Häufige Fragen

Welches Tool ist das beste für KI-Vertragsprüfung?

Nach unseren Kriterien führen fynk, BEAMON by BRYTER und Juro, weil sie am meisten zu Preis und Datenhaltung belegen und europäische Daten in der EU halten. Für Kanzleien, die in Word arbeiten, passen Spellbook oder BEAMON besser in den Alltag; für den ganzen Vertragslebenszyklus fynk, Juro oder Ironclad.

Gibt es KI-Vertragsprüfung kostenlos?

fynk hat einen Gratis-Tarif für ein Konto mit 50 KI-Credits im Monat, die etwa für die Analyse eines Vertrags reichen. Spellbook bietet 7 Tage Gratis-Test, fynk 14 Tage für bezahlte Tarife und BRYTER einen Gratis-Test von BEAMON. Die übrigen sechs Tools nennen kein Gratis-Angebot.

Dürfen Anwältinnen und Anwälte KI zur Vertragsprüfung nutzen?

Ja, unter Bedingungen. § 43e BRAO verlangt eine sorgfältige Auswahl des Anbieters und einen Vertrag mit Verschwiegenheitspflicht in Textform. Die BRAK verlangt in ihren Hinweisen von Dezember 2024 eine eigenverantwortliche Endkontrolle jedes KI-Ergebnisses.

Was kostet eine Software für KI-Vertragsprüfung?

Nur zwei Anbieter veröffentlichen Preise: fynk ab 19 Euro und BEAMON ab 99 Euro je Nutzer und Monat, jeweils bei jährlicher Abrechnung, Stand September 2026. Juro rechnet nach Vertragsvolumen mit unbegrenzt vielen Nutzern ab, Spellbook nach Teammitgliedern, die übrigen nur auf Anfrage.

Quellen

  1. Datensatz ai-toolfinder.com, Kategorie Recht, Stand 30. September 2026
  2. fynk, Preise (Stand September 2026)
  3. BEAMON AI by BRYTER, Preise (Stand September 2026)
  4. Juro, Preise (Stand September 2026, englisch)
  5. Ironclad, Preise (Stand September 2026, englisch)
  6. Spellbook, Preise (Stand September 2026, englisch)
  7. Juro, Datenschutzerklärung und Dienstleister (englisch)
  8. BRYTER, Sicherheit und Datenschutz (englisch)
  9. Ironclad, Datenschutzerklärung (englisch)
  10. Spellbook, Sicherheit und Compliance (englisch)
  11. Legartis, Legal AI Workspace (englisch)
  12. Harvey, Sicherheit (englisch)
  13. Luminance, Sicherheit (englisch)
  14. Legora, Sicherheit (englisch)
  15. fynk, Vertragsmanagement-Software
  16. fynk, Impressum
  17. BEAMON AI, Vertragsprüfung (englisch)
  18. BRYTER, Leistungsbeschreibung der BEAMON-Lizenztypen (englisch)
  19. BEAMON AI, Sicherheit (englisch)
  20. BRYTER, Gratis-Test (englisch)
  21. Juro, AI contract review (englisch)
  22. Juro, Netzwerk- und Infrastruktursicherheit (englisch)
  23. Ironclad, Jurist (englisch)
  24. Ironclad, Sicherheit (englisch)
  25. Spellbook, Datenschutzerklärung (englisch)
  26. Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO), § 43e Inanspruchnahme von Dienstleistungen
  27. Legartis, KI-Vertragsprüfung (englisch)
  28. Legartis, Impressum (englisch)
  29. Luminance, Verhandlung (englisch)
  30. Luminance, Startseite (englisch)
  31. Harvey, Contract Intelligence (englisch)
  32. Artificial Lawyer, Harvey announces Contract Intelligence for inhouse (21. Mai 2026)
  33. Legora, Word-Add-in (englisch)
  34. Legora, Startseite (englisch)
  35. Strafgesetzbuch (StGB), § 203 Verletzung von Privatgeheimnissen
  36. Bundesrechtsanwaltskammer, Hinweise zum Einsatz von künstlicher Intelligenz (Stand Dezember 2024)
  37. Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG), § 2 Begriff der Rechtsdienstleistung
  38. Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG), § 3 Befugnis zur Erbringung außergerichtlicher Rechtsdienstleistungen
  39. Art. 28 DSGVO: Auftragsverarbeiter
  40. EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689), Anhang III: Hochrisiko-KI-Systeme
  41. Europäische Kommission, Regulatory framework for AI (Fristen, AI Omnibus)
  42. LexisNexis, Lexis+ with Protégé (englisch)
  43. Thomson Reuters, CoCounsel Legal (englisch)
  44. Noxtua, Startseite (englisch)
Nick Schaefer, HR Interim Manager & AI Consultant
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