RPA und KI-Agenten im Unterschied: fünf Anbieter-Behauptungen im Check mit Preisen und Dokumentation (Oktober 2026)
Stand 15. Oktober 2026 ersetzen KI-Agenten RPA-Bots nicht: UiPath, Automation Anywhere, Laiye und Microsoft verkaufen beides, und Gartner zählt umetikettierte RPA zum „Agent Washing“, vor dem es warnt. Den größten Unterschied macht die Rechnung, denn in Microsofts Preisliste kostet eine Agenten-Aktion 5 Copilot Credits und eine festgelegte Flow-Aktion 0,13, also rund 38-mal weniger. Für feste Regeln passen Bot oder Workflow, für wechselnde Eingaben ein Agent, dessen Ergebnis ein Mensch prüft.
- Agenten ersetzen RPA: stimmt nicht. UiPath selbst nennt RPA bei regelbasierten Aufgaben zuverlässiger und genauer.
- Agenten passen sich an, Bots brechen: teilweise. Microsoft sagt, sein Agent passe sich an Oberflächenänderungen an, und UiPath verkauft KI-Selbstheilung für Bots.
- Agenten sind billiger: stimmt pro Schritt nicht. 0,04 gegen 0,00104 US-Dollar je Schritt zum Paketpreis, ein unbeaufsichtigter Bot kostet 150 US-Dollar im Monat.
- RPA-Preise sind geheim: teilweise. 3 von 10 Anbietern veröffentlichen nichts: Automation Anywhere, Laiye und Relevance AI.
- Agenten laufen ohne Aufsicht: teilweise. Das Credit-Guthaben kann ausgehen, und die Modellanbieter raten zur menschlichen Kontrolle.
RPA (Robotic Process Automation) lässt Software-Bots eine feste Folge von Klicks und Eingaben abspielen, meist auf einer Bildschirmoberfläche. Ein KI-Agent bekommt ein Ziel, wählt seine Schritte selbst und ruft Werkzeuge auf. Das macht ihn flexibel und schwerer vorhersagbar. Der RPA und KI Unterschied ist damit eine Kaufentscheidung, und jeder Anbieter beantwortet sie mit einer Behauptung, die zum eigenen Produkt passt. Unser Verzeichnis führt 6 RPA-Tools, 22 Agenten-Baukästen und 9 Workflow-Tools.
Am 15. Oktober 2026 bin ich bei 11 dieser Anbieter Preisseiten, Doku und Produktseiten durchgegangen: UiPath, Automation Anywhere, Laiye, Microsoft Power Automate, Microsoft Copilot Studio, n8n, Zapier, Make, Dify, Langdock und Relevance AI. Ich habe fünf Behauptungen herausgesucht, die Anbieter und andere Ratgeber wiederholen, und jede an einer Primärquelle gemessen. Wo sich aus Listenpreisen eine Zahl rechnen ließ, habe ich gerechnet. Ich habe kein Konto angelegt und keinen Bot und keinen Agenten laufen lassen. Wie gut beides an Ihrem Prozess arbeitet, sagt diese Seite deshalb nicht.
So bin ich vorgegangen
Bei jedem Tool habe ich die Preisseite gelesen, dazu die Dokumentation zu Abrechnung, Agenten und, falls vorhanden, Selbstheilung. Ergänzt habe ich eine Analystenquelle (Gartner) und die Dokumentation eines Modellanbieters zur Computersteuerung (Anthropic), weil die RPA-Anbieter am Ergebnis ein eigenes Interesse haben. So prüfen wir beschreibt das allgemeine Vorgehen.
Zwei Lücken haben das Ergebnis geprägt. Auf Makes Preisseite erschien beim Öffnen eine Sicherheitsabfrage statt der Preise, und ich habe sie nicht umgangen. Bei Make stütze ich mich deshalb allein auf die Credit-Dokumentation und zähle es bei den Preisen nicht mit. Automation Anywhere, Laiye und Relevance AI veröffentlichen keinen Preis, das steht hier als „nicht veröffentlicht“, geschätzt habe ich nichts.
Behauptung 1, Agenten ersetzen RPA: stimmt nicht
Die Anbieter von RPA widersprechen, und neutral sind sie nicht. UiPath stellt auf der eigenen Seite die Frage, ob agentische Automatisierung RPA ersetzt, und antwortet „decidedly no“. Bei vorhersagbaren, regelbasierten Aufgaben arbeite RPA „with much higher efficiency, reliability, and precision“, und RPA-Roboter erledigten „a great majority of tasks“ in einem agentischen Ablauf.
Die Produktseiten sagen dasselbe in Funktionen. Im Standard-Tarif von UiPath steht „Orchestrate agents, robots, and people“. Automation Anywhere verspricht, „agents, bots, APIs, and documents“ zu koordinieren. Laiye teilt die Arbeit auf: Agenten übernehmen Absicht und Entscheidung, die Plattform führt häufige Systemvorgänge deterministisch aus. Microsoft verkauft einen unbeaufsichtigten Power-Automate-Bot für 150 US-Dollar im Monat neben seinen Copilot-Studio-Agenten.
Die unabhängige Quelle ist Gartner. Die Meldung vom 25. Juni 2025 sagt voraus, dass über 40 Prozent der Projekte mit agentischer KI bis Ende 2027 abgebrochen werden, wegen Kosten, unklarem Nutzen oder fehlender Risikokontrolle. Gartner beschreibt außerdem „Agent Washing“, also das Umetikettieren von Produkten wie RPA und Chatbots ohne echte agentische Fähigkeiten, und hält nur etwa 130 der Tausenden Anbieter für echt. Viele als agentisch verkaufte Anwendungsfälle brauchten keinen Agenten.
Was das für Sie heißt: Wenn ein Anbieter sagt, sein Agent ersetze Ihre Bots, fragen Sie, welche Schritte darunter weiter als feste Skripte laufen. Bei allen genannten Anbietern sind es welche. Gartner selbst rät zu Agenten, wo Entscheidungen nötig sind, und zu Automatisierung für Routineabläufe.
Behauptung 2, Agenten passen sich an, wenn sich der Bildschirm ändert, und Bots brechen: teilweise
Die Dokumentation zur Computersteuerung in Copilot Studio sagt: „Because it's AI-powered, it adapts to interface changes.“ Eine Fehlerquote nennt Microsoft nicht. Vorsichtiger ist die Anleitung des Modellanbieters. Anthropic schreibt, Claude könne bei Koordinaten Fehler machen oder halluzinieren, die Zuverlässigkeit könne bei Nischenanwendungen oder mehreren Anwendungen gleichzeitig sinken, und für Aufgaben mit perfekter Genauigkeit sei die Computersteuerung ohne menschliche Aufsicht nicht gedacht.
Die RPA-Seite hat dasselbe Problem und verkauft dieselbe Abhilfe. UiPaths Dokumentation beschreibt UI-Automatisierung als Arbeit mit „the constantly evolving nature of user interfaces“ und bietet den Healing Agent an, eine KI-Funktion, die einen Fehler erkennt und eine Reparatur ausführt, etwa einen Selektor anpasst oder ein Pop-up schließt. Selbstheilende UI-Automatisierung steht im Enterprise-Tarif, und laut Doku lizenziert UiPath Reparaturen über ein Add-on oder Platform Units. Im Testprodukt kostet die Selbstheilung als Add-on 5.000 US-Dollar für 5.000 Heals.
Beide Lager verkaufen also eine KI-Schicht, die einen veränderten Bildschirm repariert oder bedient, und keines veröffentlicht, wie oft das klappt. Das Problem lässt sich umgehen, indem man den Bildschirm auslässt. n8n und Zapier greifen über Konnektoren auf Apps zu, nicht über Oberflächen. Das geht nur, wo das System einen Konnektor anbietet. Zapier nennt über 9.000 Apps.
Was das für Sie heißt: Bevor Sie für das eine oder das andere zahlen, lassen Sie sich schriftlich sagen, wie oft Selbstheilung oder Agent an Ihren drei änderungsanfälligsten Masken gelingt. Hat das System eine Schnittstelle oder einen Konnektor, nehmen Sie diesen.
Behauptung 3, Agenten sind billiger als Bots: pro Schritt stimmt das nicht
Die beiden Produktarten rechnen Verschiedenes ab. Microsoft Power Automate kostet 15 US-Dollar je Nutzer und Monat für beaufsichtigte Bots und 150 US-Dollar je Bot und Monat bei jährlicher Zahlung für einen unbeaufsichtigten Bot, die von Microsoft gehostete Variante 215 US-Dollar. UiPath verkauft Nutzer und Roboter, und Agentenläufe verbrauchen Platform Units, nämlich 0,2 je LLM-Aufruf bei Standardmodellen und 0,4 bei Premiummodellen in der Vorschau. Einen Preis je Platform Unit nennt UiPath nicht, deshalb konnte ich daraus keine Dollar rechnen.
Microsoft bepreist beide Arten in einer Liste, daher habe ich Microsoft als Grundlage genommen. In Microsoft Copilot Studio kostet eine Agenten-Aktion 5 Copilot Credits. Die Computersteuerung wird pro Schritt zu diesem Satz abgerechnet, mit Premiummodell zu 15 Credits. Eine festgelegte Agent-Flow-Aktion kostet 13 Credits je 100 Aktionen, also 0,13 je Aktion und rund 38-mal weniger als die Agenten-Aktion. Ein Paket mit 25.000 Credits kostet 200 US-Dollar im Monat, ein Credit also 0,008 US-Dollar, wenn Sie alle verbrauchen: 0,04 für eine Agenten-Aktion, 0,12 für einen Computersteuerungs-Schritt mit Premiummodell und 0,00104 für eine Flow-Aktion. Es sind keine gleichen Arbeitseinheiten, aber es sind die Einheiten, die Microsoft abrechnet.
Andere Anbieter zählen anders. n8n rechnet je Workflow-Lauf ab, egal wie viele Schritte er hat: 50 Euro im Monat für 10.000 Läufe im Pro-Tarif bei jährlicher Zahlung. Zapier zählt eine Task je erfolgreichem Schritt, ein MCP-Werkzeugaufruf verbraucht 2 Tasks. Zapier Agents ist ein eigenes Produkt mit Aktivitäten als Zähler, 1.500 im Monat für 33,33 US-Dollar im Pro-Tarif bei jährlicher Zahlung. Make berechnet standardmäßig 1 Credit je Operation.
Der Rechner multipliziert Ihre Schritte pro Monat mit den Microsoft-Listenpreisen und stellt einen unbeaufsichtigten Bot daneben. Microsoft verkauft nur ganze Pakete, und nicht genutzte Credits verfallen jeden Monat, die echte Rechnung wird also auf ganze 200-Dollar-Pakete aufgerundet.
Was das für Sie heißt: Bei wiederholbaren Schritten kostet ein Agent, der bei jedem Schritt entscheidet, weit mehr als ein Skript, das einmal entscheidet. Bei 40.000 Schritten im Monat zeigt der Rechner 1.600 US-Dollar für Agenten-Aktionen, 4.800 für Computersteuerung mit Premiummodell, anteilig rund 42 für Flow-Aktionen (in der Praxis ein Paket zu 200) und 150 für einen Bot. Sparen können Agenten eher bei Bau- und Pflegezeit, und keine der gelesenen Seiten nennt dafür eine Zahl.
Copilot Credits je Schritt in Microsoft Copilot Studio, Abrechnungssätze Stand 15. Oktober 2026. Balkenlänge relativ zum Premium-Schritt. Hervorgehoben: die Standard-Agenten-Aktion.
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Was Ihre Schritte im Monat zu Microsoft-Listenpreisen kosten
Schritte im Monat mal Credit-Preis von 0,008 US-Dollar (Paket mit 25.000 Credits für 200 US-Dollar im Monat, ganz genutzt), daneben ein unbeaufsichtigter Power-Automate-Bot für 150 US-Dollar. Microsoft verkauft nur ganze Pakete und ungenutzte Credits verfallen, echte Rechnungen runden also auf. Kosten für eigene Modelle, Steuern und den Bot-Rechner fehlen.
Copilot Studio Agenten-Aktion (5 Credits)
1.600 $ pro Monat zum Listenpreis
Copilot Studio Computersteuerung, Premiummodell (15 Credits)
4.800 $ pro Monat zum Listenpreis
Copilot Studio Agent-Flow-Aktion (13 Credits je 100)
42 $ pro Monat zum Listenpreis
Power Automate unbeaufsichtigter Bot (pauschal)
150 $ pro Monat zum Listenpreis
Ein Bot bei jährlicher Zahlung, die Zahl der Schritte ändert den Lizenzpreis nicht
Quelle: Preise und Abrechnungssätze von Microsoft Copilot Studio und Power Automate, Stand 15. Oktober 2026
Behauptung 4, RPA-Preise sind geheim und Agenten-Preise klar: teilweise
Von den 10 Anbietern, deren Preisseite ich lesen konnte, nennen 7 mindestens einen Einstiegspreis, und 3 nennen nichts: Automation Anywhere, Laiye und Relevance AI. Zwei der drei verkaufen RPA, einer einen Agenten-Baukasten, und beide Microsoft-Produkte, eines RPA und eines Agentenplattform, veröffentlichen ihre Preise. UiPath liegt dazwischen: Community ist kostenlos, Basic beginnt bei 25 US-Dollar im Monat mit begrenztem Umfang und Hosting nur in Europa, bei Standard und Enterprise steht „Contact Sales“.
Veröffentlichte Preise lassen sich trotzdem schwer vergleichen, weil jeder Anbieter etwas anderes zählt. Die Liste zeigt die Einheit, und ein Monat mit 10.000 Läufen ist in jeder ein anderer Einkauf.
Für den deutschsprachigen Markt zählt zusätzlich der Standort der Daten. n8n nennt für gehostete Pläne Server in Frankfurt, UiPath Basic läuft nur in der europäischen Region, und Langdock beschreibt sein API-Produkt als in der EU gehostet. Preise in Euro nennen n8n und Langdock, die übrigen in US-Dollar, ich habe nicht umgerechnet.
Unser Verzeichnis zeigt dieselbe Teilung nach Kategorie, der Baustein darunter filtert die Haupt-Nischen nach RPA, Agenten-Baukästen und Workflow-Tools. Drei Einträge mussten nach meiner Prüfung korrigiert werden, und einen konnte ich nicht klären. Ich habe bei Dify das leere Preismodell korrigiert, obwohl es Sandbox, Professional und Team veröffentlicht, bei UiPath das leere Testfeld, weil Standard 60 Tage Test bietet, und bei Laiye das Gratis-Feld, weil die Community Edition kostenlos zum Download steht. Der Langdock-Eintrag nennt Workflow-Pakete ab 539 Euro im Monat, die Paketliste auf der Seite zeigt 449 Euro für 40.000 Läufe. Ich habe den Workflow-Preis von Langdock deshalb weggelassen.
Was das für Sie heißt: Bevor Sie Angebote einholen, lassen Sie jeden Anbieter denselben Auftrag in seiner eigenen Einheit bepreisen. Vergleichen Sie die drei Ergebnisse, nicht die drei Preisseiten.
Was jeder Anbieter abrechnet, Stand 15. Oktober 2026
- UiPath: Nutzer und Roboter, Agenten verbrauchen Platform UnitsEinstieg Basic ab 25 US-Dollar im Monat, Einheitspreis nicht veröffentlicht
- Automation Anywhere: nicht veröffentlichtKostenlose Community Edition, Preise über den Vertrieb
- Laiye: nicht veröffentlichtCommunity Edition kostenlos zum Download
- Microsoft Power Automate: je Nutzer oder je Bot15 US-Dollar je Nutzer, 150 je Bot, monatlich bei jährlicher Zahlung
- Microsoft Copilot Studio: Copilot Credits25.000 Credits für 200 US-Dollar im Monat
- n8n: Workflow-Ausführungen20, 50 und 667 Euro im Monat für 2.500, 10.000 und 40.000 Läufe, jährliche Zahlung
- Zapier: Tasks, bei Agenten AktivitätenFree 100 Tasks, Professional ab 19,99 US-Dollar im Monat
- Make: CreditsStandardmäßig 1 Credit je Operation, Bezahlpreise nicht gelesen, siehe Vorgehen
- Dify: Nachrichten-Credits und ArbeitsbereicheProfessional 590 und Team 1.590 US-Dollar im Jahr
- Langdock: je Nutzer, dazu Workflow-Läufe25 Euro je Nutzer und Monat, 2.500 Workflow-Läufe enthalten
- Relevance AI: nicht veröffentlichtEnterprise-Tarif, Kontakt zum Vertrieb
Interaktiv · Verzeichnisdaten
Welche Tool-Arten nennen einen Preis, einen Gratis-Tarif und EU-Hosting?
Wählen Sie eine Kategorie. Die Balken zeigen, wie viele ihrer Tools in unserem Verzeichnis die Eigenschaft haben, der Strich den Anteil über alle drei Kategorien. Make und Workato stammen nur aus dem Datensatz, drei Einträge tragen meine Korrekturen.
12 in dieser Auswahl
Strich: Wert über alle (12)
Quelle: Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 15. Oktober 2026
Behauptung 5, Agenten laufen heute ohne Aufsicht: teilweise, mit Deckel und Prüfer
Die Dokumentation der Agenten-Produkte beschreibt Aufsicht als Teil der Einrichtung. Anthropic rät, Entscheidungen mit echten Folgen, etwa Finanztransaktionen, von einem Menschen bestätigen zu lassen und Aktionen und Protokolle zu prüfen. Bei Microsoft kann ein Admin festlegen, wer eine E-Mail erhält, wenn ein Computersteuerungs-Agent möglicherweise schädliche Anweisungen erkennt. Eine veröffentlichte Erfolgsquote für Agenten oder Selbstheilung habe ich auf keiner gelesenen Seite gefunden.
Auch das Budget verhält sich anders als bei einem Bot. Copilot Studio setzt vorausbezahlte Kapazität monatlich durch, ungenutzte Credits verfallen, und bei 125 Prozent der vorausbezahlten Kapazität werden eigene Agenten deaktiviert, was Umgebungen mit Pay-as-you-go vermeiden. Laut UiPaths Lizenzseite ist bei Unified Pricing die Ausführung von Agenten ohne gekaufte Einheiten nicht erlaubt. Bei einer Bot-Lizenz gibt es keinen Schrittzähler, der leerlaufen könnte.
Was das für Sie heißt: Bevor ein Agent an Geld, Kundendaten oder Löschungen kommt, setzen Sie ein Monatslimit und benennen Sie einen Prüfer. Die festen Massenschritte bleiben im Bot oder Workflow.
Wo Sie anfangen, und wer welches Tool lieber auslässt
Vier Fragen trennen die Fälle: Sind die Schritte fest, gibt es eine Schnittstelle, wechselt die Eingabe, und kann ein Mensch das Ergebnis prüfen? Landet der Helfer bei einem Workflow-Tool, ist der Vergleich n8n gegen Zapier die nächste Seite.
Ein konstruiertes Beispiel: Ein Kreditorenteam bucht 10.000 Rechnungen im Monat in ein ERP mit Desktop-Client ohne Schnittstelle und beantwortet nebenbei Lieferanten-Mails. Das Buchen folgt festen Regeln ohne Schnittstelle, dafür passt ein Bot, und zum Microsoft-Listenpreis kostet ein unbeaufsichtigter Bot 150 US-Dollar im Monat. Die Antwort-Mails sind Freitext, den ein Mensch vor dem Senden prüfen kann, also entwirft ein Agent sie. Bei 3 Agenten-Aktionen je Entwurf sind 10.000 Entwürfe 150.000 Credits, sechs Pakete und 1.200 US-Dollar im Monat. Der Agent kostet das Achtfache des Bots und übernimmt den Freitext-Teil, den ein Skript nicht schafft.
Interaktiv · Entscheidungshilfe
Bot, Workflow-Tool oder Agent?
Vier Ja-Nein-Fragen. Das Ergebnis nennt einen Startpunkt aus den Prüfungen oben. Es ist eine Orientierung und keine Kaufempfehlung.
Lassen sich die Schritte als feste Regeln aufschreiben, die sich selten ändern?
Zum Beispiel: Liegt der Rechnungsbetrag unter 500, freigeben, sonst an die Leitung.
Wer welches Tool auslassen sollte
- UiPathAuslassen, wenn Sie Preise für Standard oder Enterprise vor einem Vertriebsgespräch brauchen, nur Basic mit begrenztem Umfang hat einen Preis.
- Automation AnywhereAuslassen, wenn Sie einen veröffentlichten Preis brauchen, ich habe keinen gefunden.
- LaiyeAuslassen, wenn Sie einen veröffentlichten Preis brauchen, nur die Community Edition ist kostenlos.
- Microsoft Power AutomateAuslassen, wenn Sie einen Pauschalpreis auch für Agenten wollen, die liegen in Copilot Studio und werden in Credits abgerechnet.
- Microsoft Copilot StudioAuslassen, wenn Sie eine feste Monatsrechnung brauchen, weil Credits nach Verbrauch zählen.
- n8nAuslassen, wenn niemand den Betrieb übernehmen kann, der Business-Tarif läuft nur selbst gehostet.
- ZapierAuslassen bei Workflows mit vielen Schritten und hohem Volumen, weil jeder erfolgreiche Schritt eine Task ist.
- MakeAus demselben Grund auslassen, weil jede Operation standardmäßig mindestens 1 Credit braucht.
- DifyDen Professional-Tarif auslassen, wenn Ihr Team mehr als 3 Mitglieder hat.
- LangdockAls Einzelperson auslassen, Workflows setzen ein aktives Chat-und-Agents-Abo für alle Nutzer voraus.
- Relevance AIAuslassen, wenn Sie zuerst einen Preis sehen wollen, die Seite zeigt nur einen Enterprise-Tarif.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen RPA und KI-Agenten?
Ein RPA-Bot folgt einer festen Abfolge, meist auf Bildschirmen, und macht in jedem Lauf dasselbe. Ein KI-Agent bekommt ein Ziel und wählt Schritte und Werkzeuge selbst, kommt dadurch mit wechselnden Eingaben zurecht, kann aber auch sein Ergebnis variieren. Anbieter kombinieren beides, und UiPath beschreibt Agenten, die RPA-Roboter für die regelbasierten Schritte aufrufen.
Ist RPA oder ein KI-Agent günstiger?
Bei festen Schritten ist das Skript günstiger. In Microsofts Liste kostet eine Flow-Aktion 0,13 Credits gegen 5 für eine Agenten-Aktion, und ein unbeaufsichtigter Bot 150 US-Dollar im Monat. Ein Agent kann die Zeit für das Schreiben von Regeln senken, aber keine gelesene Anbieterseite nennt, wie viel.
Können KI-Agenten und RPA-Bots zusammenarbeiten?
Ja, die Anbieter bauen darauf. UiPath sagt, ein Agent könne RPA-Roboter für Routineschritte aufrufen, bei Laiye rufen Agenten deterministische Bausteine auf. Beginnen Sie mit dem Bot für den festen Teil und ergänzen Sie den Agenten, wo die Eingabe wechselt.
Quellen
- Datensatz ai-toolfinder.com, Automatisierung und KI-Agenten (Stand 15. Oktober 2026)
- Make, Dokumentation zu Credits (Stand 15. Oktober 2026)
- UiPath, Agentic automation (Stand 15. Oktober 2026)
- UiPath, Plans and pricing (Stand 15. Oktober 2026)
- Automation Anywhere, Agentic Process Automation System (Stand 15. Oktober 2026)
- Laiye, Agentic Process Automation (Stand 15. Oktober 2026)
- Microsoft, Power-Automate-Preise (Stand 15. Oktober 2026)
- Gartner, Pressemitteilung vom 25. Juni 2025, Nachdruck bei BigDATAwire
- Microsoft Learn, Computersteuerung in Copilot Studio (Stand 15. Oktober 2026)
- Anthropic, Dokumentation Computer-use-Tool (Stand 15. Oktober 2026)
- UiPath-Dokumentation, What is Healing Agent (Stand 15. Oktober 2026)
- Zapier, Pricing (Stand 15. Oktober 2026)
- Microsoft, Copilot-Studio-Preise (Stand 15. Oktober 2026)
- Microsoft Learn, Abrechnungssätze Copilot Studio (Stand 15. Oktober 2026)
- UiPath-Dokumentation, Agents licensing (Stand 15. Oktober 2026)
- n8n, Pricing (Stand 15. Oktober 2026)
- Automation Anywhere, Community Edition (Stand 15. Oktober 2026)
- Relevance AI, Pricing (Stand 15. Oktober 2026)
- Dify, Pricing (Stand 15. Oktober 2026)
- Langdock, Pricing (Stand 15. Oktober 2026)
- Microsoft Learn, Lizenzierung Copilot Studio (Stand 15. Oktober 2026)



