LLM-Gateways: was sie zwischen App und Modell-API leisten, was sie kosten und wo sie selbst zum Risiko werden (Oktober 2026)
Ein LLM-Gateway sitzt zwischen Ihrer Anwendung und den Modell-APIs und liefert eine Schnittstelle, Routing mit Ausweichwegen, Budgets und Logs. Ich habe fünf Aussagen mit Stand 4. Oktober 2026 an der Anbieterdokumentation geprüft. Die geringe Latenz stimmt nach den Zahlen der Anbieter, aber Open Source heißt nicht keine Rechnung, und Eigenbetrieb nimmt das Risiko nicht weg. 2026 hatten die Gateways selbst zwei Ausfälle bei OpenRouter, einen Lieferkettenangriff auf LiteLLM und fünf Meldungen zu Vorfällen und Schwachstellen bei LiteLLM in 75 Tagen.
- Eine Schnittstelle für jedes Modell: Teilweise. LiteLLM meldet bei einem nicht unterstützten Parameter standardmäßig einen Fehler, OpenRouter lässt den Anbieter ihn ignorieren.
- Kaum Latenz: Stimmt nach den Zahlen der Anbieter. LiteLLM nennt 2 ms Median-Aufschlag bei 100 ms gesamt, Portkey unter 1 ms.
- Open Source heißt keine Rechnung: Stimmt nicht. Die Gebühren auf Guthaben reichen von 4,5 bis 8 Prozent, Portkey Production kostet 49 US-Dollar im Monat, SSO und Audit-Logs von LiteLLM sind Enterprise.
- Mehr Ausfallsicherheit: Teilweise. Ausweichwege funktionieren, die API von OpenRouter fiel im Februar 2026 aber 38 und 35 Minuten aus.
- Eigenbetrieb nimmt das Anbieterrisiko weg: Stimmt nicht. Am 24. März lagen schädliche LiteLLM-Versionen auf PyPI, und Portkey wechselte am 29. Mai den Eigentümer.
Ein Gateway für große Sprachmodelle ist ein Proxy, den Ihre Anwendung statt OpenAI, Anthropic oder Google direkt aufruft. Er leitet die Anfrage weiter und kann dabei Modelle wechseln, Aufrufe wiederholen, Kosten zählen und Logs schreiben. Unser Verzeichnis führt 7 Einträge in der Nische LLM-Gateways, bei 3 davon sind Gateways die Hauptnische.
Am 4. Oktober 2026 habe ich die Preisseiten der Gateways der Nische durchgegangen, dazu die Dokumentation, die Sicherheitsmeldungen und die Statusbeiträge. Anbieter und Vergleichsseiten wiederholen immer dieselben Aussagen. Ich wollte wissen, welche einer Prüfung an der Primärquelle standhalten: eine Schnittstelle für jedes Modell, kaum Latenz, kostenlos wegen Open Source, mehr Ausfallsicherheit und ein sichereres Zuhause für Ihre Schlüssel. Stammt eine Zahl aus einem Benchmark, nenne ich, wessen Benchmark es ist.
Ich habe kein Gateway selbst betrieben, und kein Anbieter hat für diese Seite gezahlt. Es folgen fünf Aussagen mit Urteil und Belegen, dann das, was die Gateways von Ihren Prompts sehen, und eine kurze Entscheidungshilfe.
So bin ich vorgegangen und was ich weggelassen habe
Bei jedem Gateway habe ich die Preisseite geöffnet, die Dokumentation zu Routing, Protokollierung und Produktivbetrieb gelesen und die eigenen Sicherheits- und Statusmeldungen des Anbieters durchgesehen. Als Quellen dienen Anbieterseiten und Dokumentation, zwei Pressemitteilungen von Palo Alto Networks und, für den LiteLLM-Vorfall, BleepingComputer und Arthur als Gegenprobe zur Darstellung des Anbieters. Was ich auf keiner Primärseite fand, blieb draußen.
Von den 7 Einträgen der Nische habe ich Artificial Analysis, eine Benchmark-Seite, und Msty, eine Desktop-App, aussortiert. Dataikus LLM Mesh steht im Explorer weiter unten. Eine Prüfung der Aussagen gab es dafür nicht: Der Anbieter nennt keinen Preis, und seine Gateway-Dokumentation habe ich in diesem Lauf nicht durchgesehen. Für die fünf Aussagen bleiben LiteLLM, Portkey, OpenRouter und Orq.ai. Jede Aussage bekommt ein Urteil (Stimmt, Teilweise, Stimmt nicht), und einen Eintrag in unseren eigenen Daten habe ich dabei korrigiert.
Interaktiv · unser Datensatz
Die Gateway-Produkte in unserem Verzeichnis erkunden
Fünf Produkte aus der Nische LLM-Gateways. Wählen Sie einen Filter und sehen Sie, wie viele der passenden Produkte das Merkmal zeigen. Der Strich markiert den Anteil über alle fünf. Die Merkmale stehen so in unserem Datensatz und sind dort an Anbieterseiten geprüft, wo der Artikel sie nennt.
5 in dieser Auswahl
Strich: Wert über alle (5)
Quelle: Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 4. Oktober 2026
Aussage 1, eine Schnittstelle für jedes Modell: Teilweise
Der Aufruf sieht überall gleich aus. Was dahinter passiert, nicht. LiteLLM schreibt, es rufe über 100 LLM-APIs im OpenAI-Format auf. Die öffentliche Modellliste von OpenRouter lieferte am 4. Oktober 2026 466 Modelle, die Anbieterliste 112 Anbieter. Beide habe ich an diesem Tag selbst abgerufen. In unserem eigenen Eintrag standen mehr als 500 Modelle von mehr als 80 Anbietern, ich habe das korrigiert.
Die Unterschiede zeigen sich bei den Parametern. Unterstützt ein Anbieter einen mitgeschickten Parameter nicht, löst LiteLLM standardmäßig einen Fehler aus. Der Parameter wird nur verworfen, wenn Sie drop_params setzen. Laut eigener Dokumentation verwirft das ausschließlich nicht unterstützte OpenAI-Parameter, alles andere reicht LiteLLM als anbieterspezifisch durch. OpenRouter verfährt standardmäßig umgekehrt: Ein Anbieter ohne den Parameter kann die Anfrage trotzdem erhalten und ignoriert, was er nicht kennt, es sei denn, Sie setzen require_parameters.
Derselbe Code kann sich also je nach Gateway und Einstellung anders verhalten. Eine Anfrage mit Tool-Option oder Sampling-Parameter scheitert in einem Aufbau hörbar und läuft in einem anderen still ohne den Parameter durch. Die einheitliche Schnittstelle spart Integrationsarbeit. Die Frage der Kompatibilität wandert dafür in die Konfiguration.
Löst einen Fehler aus, wenn der Anbieter einen Parameter nicht unterstützt. drop_params verwirft nicht unterstützte OpenAI-Parameter stattdessen.
Lässt einen Anbieter ohne den Parameter die Anfrage erhalten und ihn ignorieren. require_parameters beschränkt das Routing auf Anbieter, die alle Parameter unterstützen.
Standardverhalten bei fehlendem Parameter laut Dokumentation der Anbieter, Stand Oktober 2026.
Aussage 2, es kostet kaum Latenz: Stimmt, nach den Zahlen der Anbieter
Die Benchmark-Seite von LiteLLM beziffert den eigenen Aufschlag bei 1.170 Anfragen pro Sekunde auf vier Instanzen mit je 4 CPUs und 8 GB Speicher: Median 2 ms, 95. Perzentil 8 ms, 99. Perzentil 13 ms. Die gesamte Anfragedauer im selben Lauf lag bei 100, 150 und 240 ms. Das Open-Source-Gateway von Portkey wirbt mit unter 1 ms Latenz bei 122 kb Größe. Neben einem Modellaufruf, der Sekunden dauern kann, sind ein paar Millisekunden wenig.
Beide Zahlen stammen von den Anbietern selbst. Den einzigen direkten Vergleich fand ich in der Dokumentation von LiteLLM: LiteLLM v1.79.1-stable gegen Portkey v1.14.0, 95. Perzentil 150 ms gegen 230 ms. Die Seite vermerkt selbst, dass Portkey ohne Datenbank lief und LiteLLM mit, und nennt keinen unabhängigen Betreiber. Ich habe den Vergleich als Behauptung von LiteLLM über einen Wettbewerber gewertet und nichts damit gereiht.
Die Aussage stimmt für den Weg über den Proxy. Sie sagt nichts darüber, was ein Gateway kostet, wenn es zugleich Cache, Prüfinstanz oder Protokollierer ist. Dafür habe ich keine veröffentlichte Messung gefunden.
Die Balkenlänge bezieht sich auf den längsten Wert, 240 ms. Hervorgehoben ist die langsamste Gesamtanfrage des Laufs, gegen die der Aufschlag klein ausfällt. Eigener Benchmark von LiteLLM, 1.170 Anfragen pro Sekunde auf vier Instanzen, Stand Oktober 2026.
Aussage 3, Open Source heißt keine Gateway-Rechnung: Stimmt nicht
Stimmt nicht, und der Grund ist bei jedem Produkt ein anderer. Hier unterscheiden sich die Gateways am stärksten, deshalb habe ich die Preise so aufgeschrieben, wie die Anbieter sie veröffentlichen.
Das Hauptprojekt von LiteLLM steht unter MIT-Lizenz. Single Sign-on, SCIM, Audit-Logs zu jeder Anfrage und rund um die Uhr erreichbarer Support mit Reaktionszeiten gehören zur Enterprise-Ausgabe, die keinen veröffentlichten Preis und einen 30-Tage-Testschlüssel hat. Der Leitfaden für den Produktivbetrieb verlangt PostgreSQL, einen Pod mit 1 vCPU und 4 Gi Speicher und Redis, sobald mehr als eine Instanz läuft. Einen Serverpreis nennt der Anbieter nicht, deshalb kann ich für den Eigenbetrieb keine Zahl angeben.
Auch das Gateway von Portkey steht unter MIT-Lizenz. Der gehostete Dienst beginnt kostenlos mit 10.000 protokollierten Aufrufen im Monat und 3 Tagen Aufbewahrung der Logs. Production kostet 49 US-Dollar im Monat mit 100.000 Logs, 9 US-Dollar je weitere 100.000 und 30 Tagen Aufbewahrung. Enterprise gibt es auf Anfrage.
OpenRouter schreibt, es schlage nichts auf die Inferenzpreise auf, und erhebt trotzdem eine Plattformgebühr: 5,5 Prozent im Tarif Standard, 8 Prozent im Tarif Business, fällig beim Kauf von Guthaben. Mit eigenen Anbieterschlüsseln bleiben die ersten 25.000 US-Dollar Listenpreis-Inferenz im Monat gebührenfrei, danach gelten 5 Prozent. Orq.ai nimmt 4,5 Prozent auf Guthaben, wenn Sie dessen Schlüssel nutzen. Mit eigenen Schlüsseln ist es bis 1 Million Anfragen im Monat frei, danach gelten 4 Prozent. Beim Gratis-Tarif von OpenRouter passen die Angaben nicht zusammen: Die Preisseite verspricht über 25 kostenlose Modelle, die öffentliche Modellliste enthält 17 Kennungen mit der Endung :free. Beide Zahlen habe ich weggelassen.
Interaktiv · Rechner
Was die Plattformgebühr bei Ihrem Monatsverbrauch ausmacht
Veröffentlichte Gebühren, Stand Oktober 2026, bezogen auf die monatlichen Modellkosten, die über das Gateway laufen. Es sind Prozentsätze, die Währung bei Orq.ai ist nicht umgerechnet. Die Zeile OpenRouter mit eigenen Schlüsseln liest die 5 Prozent als Gebühr auf den Teil über 25.000 US-Dollar, so verstehe ich die Formulierung des Anbieters. Server, Datenbanken und Personalaufwand fehlen.
OpenRouter Standard (5,5 Prozent auf Guthaben)
275 $ Gebühren pro Monat
OpenRouter Business (8 Prozent auf Guthaben)
400 $ Gebühren pro Monat
OpenRouter mit eigenen Schlüsseln (5 Prozent über 25.000 US-Dollar)
0 US-Dollar, unter dem Freibetrag von 25.000 US-Dollar
Orq.ai mit Orq-Schlüsseln (4,5 Prozent auf Guthaben)
225 $ Gebühren pro Monat
Portkey Production (pauschal, bis 100.000 Logs)
49 $ Gebühren pro Monat
Abgerechnet nach protokollierten Aufrufen, nicht nach Verbrauch: 9 US-Dollar je weitere 100.000
LiteLLM oder Portkey Open Source (Lizenz)
0 $ Gebühren pro Monat
Die Lizenz ist kostenlos. Server und Datenbank zahlen Sie selbst, die Preise sind nicht veröffentlicht
Quelle: Preis- und Dokumentationsseiten von OpenRouter, Portkey, Orq.ai und LiteLLM, Stand Oktober 2026
Aussage 4, ein Gateway macht Sie ausfallsicherer: Teilweise, bis das Gateway ausfällt
Die Ausweichwege funktionieren wie beschrieben. Laut FAQ von OpenRouter weicht der Dienst auf den nächsten Anbieter aus, wenn einer einen Fehler meldet. Im Leitfaden zum Routing ist allow_fallbacks standardmäßig an, und Anbieter mit nennenswerten Ausfällen in den letzten 30 Sekunden werden nachrangig behandelt. Das Gateway von Portkey nennt automatische Wiederholungen, Ausweichwege und Lastverteilung, der Proxy von LiteLLM nennt Lastverteilung.
Ein Gateway ist aber auch eine weitere Stelle, die ausfallen kann. OpenRouter hat für Februar 2026 zwei Ausfälle beschrieben. Am 17. Februar scheiterten API-Anfragen 38 Minuten lang ab 5:27 Uhr UTC, am 19. Februar 35 Minuten lang ab 7:36 Uhr UTC. Zuerst fielen etwa 20 Prozent der Anfragen aus, später 80 bis 90 Prozent. Ursache war eine externe Caching-Komponente, ein Denial-of-Service-Angriff am 17. verdeckte sie anfangs. Autorisierungsabfragen, die wegen der Infrastruktur scheiterten, kamen als 401 zurück, was nach einem falschen Schlüssel aussieht. Inzwischen liefert OpenRouter dort 503.
Wer selbst hostet, macht die Verfügbarkeit des Gateways zur eigenen Aufgabe. Laut Leitfaden von LiteLLM sind ohne die Datenbank Modelle, die nur dort definiert sind, nicht erreichbar, und nicht zwischengespeicherte Abfragen virtueller Schlüssel schlagen fehl. Schlüssel im Cache funktionieren standardmäßig 60 Sekunden weiter.
Darstellung der Ausfälle vom 17. und 19. Februar 2026 durch OpenRouter selbst.
Aussage 5, Eigenbetrieb nimmt das Anbieterrisiko weg: Stimmt nicht
Am 24. März 2026 wurde das PyPI-Konto eines Maintainers von LiteLLM übernommen, und die Versionen 1.82.7 und 1.82.8 erschienen mit einem Schadcode, der Zugangsdaten abgreift. LiteLLM gibt an, sie seien um 10:39 Uhr UTC veröffentlicht worden und etwa 40 Minuten online gewesen, bis PyPI sie sperrte. Kunden mit dem offiziellen Docker-Image des Proxys waren nicht betroffen, weil dieser Weg seine Abhängigkeiten festschreibt. Wer das Paket ohne feste Version installiert hatte, sollte alle Zugangsdaten auf diesem System als kompromittiert behandeln. Arthur nennt ein Fenster von unter fünf Stunden ab etwa 8:00 Uhr UTC. Ich folge hier der Darstellung des Anbieters und vermerke den Unterschied.
Der Anbieter führt die Ursache auf einen kompromittierten Trivy-Scanner in seiner Build-Pipeline zurück, der an Release-Geheimnisse kam. Am 30. März folgte die saubere Version 1.83.0 mit neu aufgebauter Release-Pipeline. Ein Gateway hält für jeden Anbieter, an den es weiterleitet, einen Schlüssel. Deshalb ging bei einem übernommenen Rechner so viel auf einmal verloren.
Es blieb nicht bei dieser Meldung. LiteLLM veröffentlichte am 18. März einen Fehler, bei dem die Protokollierung von Guardrails Authorization-Header im Klartext preisgab, am 21. April eine Befehlsinjektion, die einen Admin-Schlüssel braucht, am 29. April eine SQL-Injektion bei der Schlüsselprüfung ohne Anmeldung und am 1. Juni eine Umgehung der Authentifizierung über den Host-Header. Diese fünf Meldungen habe ich gelesen, sie fallen in 75 Tage. Der Sicherheitsindex des Anbieters führt in diesem Zeitraum zwei weitere Beiträge, ein Update zur Townhall und eine Zusammenfassung zur Härtung. LiteLLM veröffentlicht die Fälle und nennt die betroffenen Versionen, das ist ein Pluspunkt. Beim SQL-Fehler erwähnt der Beitrag keine Ausnutzung.
Die Eigentümerfrage ist ein zweites Anbieterrisiko. Palo Alto Networks kündigte am 30. April 2026 an, Portkey zu übernehmen, und schloss den Kauf am 29. Mai ab. Die Website heißt jetzt Prisma AIRS AI Gateway. Die Pressemitteilung sagt bestehenden Kunden weiteren Support zu und erwähnt das Open-Source-Gateway nicht.
Interaktiv · Vorfälle 2026
Ausfälle, Sicherheitsmeldungen und eine Übernahme, Februar bis Juni 2026
17. Feb. 2026
OpenRouter-Ausfall, 38 Minuten
Eine ausfallende Caching-Schicht legt API-Anfragen ab 5:27 Uhr UTC für 38 Minuten lahm.
Quelle: Meldungen von OpenRouter, LiteLLM und Palo Alto Networks, Stand Oktober 2026
Was das Gateway sieht: Prompts, Logs und ihre Wege
Ein Gateway sieht jeden Prompt, deshalb habe ich nachgelesen, was jedes standardmäßig speichert. OpenRouter hält Metadaten wie Tokenzahlen und Latenz und standardmäßig weder Prompts noch Antworten. Die Protokollierung ist eine Option zum Einschalten. Mit einer zweiten Option darf OpenRouter Ihre Ein- und Ausgaben nutzen und gibt dafür 1 Prozent Rabatt. Die FAQ der Preisseite sagt, OpenRouter trainiere nicht mit Ihren Daten. Beim Routing gilt ein anderer Standard: data_collection steht auf allow und erlaubt Anbieter, die Daten dauerhaft speichern und damit trainieren dürfen. Mit deny oder zdr beschränkt sich das Routing auf Anbieter mit passenden Richtlinien.
Portkey zeichnet standardmäßig die rohen Anfrage- und Antwortobjekte auf und zeigt sie in den Logs. Die Aufbewahrung beträgt im Gratis-Tarif 3 Tage und in Production 30 Tage. Die Einstellung DO NOT TRACK reduziert einen Eintrag auf Tokens, Kosten und Latenz. Zum Speicherort sagt die Logging-Dokumentation, die ich gelesen habe, nichts.
Für europäische Daten nennt sich Orq.ai EU-built und EU-hosted. OpenRouter bietet mit eu.openrouter.ai einen EU-Endpunkt, an dem Anfragen in der Region entschlüsselt und verarbeitet werden und mit 404 scheitern, wenn dort kein Anbieter das Modell bereitstellt. Das gibt es nur in den Tarifen Business und Enterprise. Unser Verzeichnis zeigt 1 Produkt der Nische mit EU-Region.
Ein gehostetes Gateway, das Prompts mit personenbezogenen Daten verarbeitet, handelt in Ihrem Auftrag. Nach Art. 28 DSGVO braucht es dafür einen Vertrag, der unter anderem die Verarbeitung nur auf dokumentierte Weisung und Bedingungen für Unterauftragsverarbeiter regelt. Die Nutzungsbedingungen von OpenRouter verweisen für gewerbliche Nutzer auf einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
Arbeiten Beschäftigte über ein firmeninternes Chatfenster mit dem Gateway, kommt das Betriebsverfassungsrecht ins Spiel. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG hat der Betriebsrat mitzubestimmen bei der Einführung technischer Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen. Ob ein Gateway mit Prompt-Protokollen darunter fällt, klären Sie mit Rechtsberatung. Das Protokollierungsverhalten oben ist die Auskunft, die Sie dafür brauchen.
Wann ein Gateway seinen Platz verdient
Bei einem Anbieter und einer Anwendung fügt ein Gateway einen Zwischenschritt, eine Abhängigkeit und einen zweiten Ort für Ihre Schlüssel hinzu, hat aber noch keine Aufgabe. Mit mehreren Anbietern, mehreren Teams oder dem Wunsch nach Budgets je Schlüssel beginnt es sich zu lohnen. Dann lautet die Frage, wer es betreibt.
Ein gehostetes Gateway kostet einen Prozentsatz oder eine Monatsgebühr und verlagert Betrieb und Datenhandhabung zu einem Anbieter, dessen Vertrag Sie lesen müssen. Ein selbst betriebenes kostet keine Lizenz, aber eine Betriebsroutine samt schnellem Einspielen von Updates. Unser Verzeichnis führt 43 Produkte der KI-Infrastruktur, die 7 der Gateway-Nische sind nur ein Anfang dieser Liste.
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Welche Art Gateway passt zu Ihrem Aufbau?
Vier Fragen, die sich aus den Befunden oben ergeben. Nur zur Orientierung, keine Rechts- oder Sicherheitsberatung.
Rufen Ihre Anwendungen mehr als einen Modellanbieter auf, oder werden sie das bald tun?
Interaktiv · Checkliste
Bevor Produktivlast über ein Gateway läuft
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Häufige Fragen
Welches ist das beste LLM-Gateway?
Ich habe sie nicht gereiht, weil die fünf Aussagen die Produkte nach Lage trennen und nicht nach Güte. LiteLLM und Portkey bieten ein Gateway unter MIT-Lizenz zum Selbstbetrieb. OpenRouter ist ein gehosteter Dienst mit Abrechnung über Guthaben und Plattformgebühr, Orq.ai berechnet einen Prozentsatz auf Guthaben und hostet in der EU. Welches passt, hängt davon ab, wer es betreibt und wohin Ihre Prompts gehen dürfen.
Ist LiteLLM nach dem Vorfall vom März 2026 sicher nutzbar?
LiteLLM gibt an, das offizielle Docker-Image des Proxys sei nicht betroffen gewesen und Version 1.83.0 sei sauber. Seitdem hat der Anbieter drei Schwachstellenmeldungen veröffentlicht (21. April, 29. April und 1. Juni), jeweils mit behobenen Versionen. Legen Sie die Version fest, halten Sie den Proxy aus nicht vertrauenswürdigen Netzen heraus und verfolgen Sie die Sicherheitsbeiträge.
Speichert OpenRouter meine Prompts?
Standardmäßig speichert OpenRouter Metadaten wie Tokenzahlen und Latenz, keine Prompts und Antworten. Die Protokollierung ist eine Option zum Einschalten. Die Anbieter dahinter haben eigene Richtlinien, und der Standard data_collection steht auf allow, schränken Sie ihn bei sensiblen Prompts also ein.
Brauche ich ein Gateway, wenn ich nur einen Modellanbieter nutze?
Wahrscheinlich nicht. Die Befunde oben deuten in dieselbe Richtung: Ein Gateway bringt einen Zwischenschritt, eine Abhängigkeit und einen zweiten Halter Ihrer Schlüssel. Es lohnt sich bei mehreren Anbietern, mehreren Teams oder Budgets je Schlüssel.
Quellen
- LiteLLM, Enterprise (Stand Oktober 2026)
- Portkey, Pricing (Stand Oktober 2026)
- OpenRouter, Pricing (Stand Oktober 2026)
- Orq.ai, Pricing (Stand Oktober 2026)
- BleepingComputer, Popular LiteLLM PyPI package compromised in TeamPCP supply chain attack (März 2026)
- Datensatz ai-toolfinder.com, Nische LLM-Gateways (Stand 4. Oktober 2026)
- LiteLLM auf GitHub (Stand Oktober 2026)
- LiteLLM, Input parameters und drop_params (Stand Oktober 2026)
- OpenRouter, Provider routing (Stand Oktober 2026)
- OpenRouter, öffentliche Modellliste (abgerufen am 4. Oktober 2026)
- OpenRouter, öffentliche Anbieterliste (abgerufen am 4. Oktober 2026)
- LiteLLM, Benchmarks (Stand Oktober 2026)
- Portkey, Open-Source-AI-Gateway auf GitHub (Stand Oktober 2026)
- LiteLLM, Production recommendations (Stand Oktober 2026)
- OpenRouter, FAQ (Stand Oktober 2026)
- OpenRouter, Outages on February 17 and 19, 2026
- LiteLLM, Security update: suspected supply chain incident (24. März 2026)
- LiteLLM, Security townhall updates (27. März 2026)
- LiteLLM, Sicherheitsbeiträge, Index (Stand Oktober 2026)
- LiteLLM, Incident report: guardrail logging exposed secret headers (18. März 2026)
- LiteLLM, CVE-2026-30623 command injection (21. April 2026)
- LiteLLM, CVE-2026-42208 in LiteLLM Proxy (29. April 2026)
- LiteLLM, Authentication bypass via Host header injection (1. Juni 2026)
- Arthur, LiteLLM supply chain attack (März 2026)
- Palo Alto Networks, to acquire Portkey (30. April 2026)
- Palo Alto Networks, completes acquisition of Portkey (29. Mai 2026)
- OpenRouter, Data collection (Stand Oktober 2026)
- OpenRouter, In-region routing (Stand Oktober 2026)
- OpenRouter, Terms of service (Stand Oktober 2026)
- Portkey, Logs (Stand Oktober 2026)
- DSGVO, Art. 28 Auftragsverarbeiter (EUR-Lex, deutsche Fassung)
- Betriebsverfassungsgesetz, § 87 Mitbestimmungsrechte



