Entgelttransparenz-Software: was sie für die EU-Richtlinie und die US-Gesetze zu Gehaltsspannen leistet
Entgelttransparenz-Software macht aus Lohn- und Stellendaten, was Entgeltgesetze verlangen: Gehaltsspannen für Stellenanzeigen, Berichte zum geschlechtsspezifischen Entgeltgefälle (Gender Pay Gap) und Antworten auf Auskunftsanfragen von Beschäftigten. Nach der EU-Entgelttransparenzrichtlinie (2023/970) müssen Arbeitgeber mit 150 oder mehr Beschäftigten ihre ersten Kennzahlen zum Entgeltgefälle bis zum 7. Juni 2027 melden. Bis September 2026 hatten allerdings erst 5 Mitgliedstaaten die Richtlinie vollständig umgesetzt. In den USA verlangen Colorado, Kalifornien, Washington, New York und Illinois Gehaltsspannen in Stellenanzeigen. Die KI der Software ordnet Stellen Marktdaten zu, schlägt Arbeitsbewertungen vor und markiert Lücken, die Entscheidung bleibt bei Menschen.
- Die ersten EU-Berichte zum Entgeltgefälle sind am 7. Juni 2027 fällig, für Arbeitgeber mit 150 oder mehr Beschäftigten. Arbeitgeber mit 100 bis 149 Beschäftigten folgen 2031.
- Eine nicht begründete Lücke von 5 Prozent oder mehr in einer Gruppe von Beschäftigten, die nicht binnen 6 Monaten geschlossen wird, löst eine gemeinsame Entgeltbewertung mit der Arbeitnehmervertretung aus.
- Ende September 2026 hatten nur die Slowakei, Italien, Litauen, Malta und Griechenland die Richtlinie vollständig umgesetzt.
- Die US-Gesetze zu Stellenanzeigen gelten in New York ab 4 Beschäftigten, in Kalifornien, Washington und Illinois ab 15.
- Trusaic AI und Syndio Predict waren im September 2026 noch als demnächst verfügbar markiert.
Entgelttransparenz-Software sammelt Entgelt- und Stellendaten, bildet Gruppen vergleichbarer Stellen und erzeugt die Zahlen, die Arbeitgeber nach den Entgeltgesetzen vorlegen müssen. Sie bedient zwei Regelwerke: die EU-Entgelttransparenzrichtlinie, die bis zum 7. Juni 2026 in nationales Recht umzusetzen war, und Gesetze von US-Bundesstaaten, die eine Gehaltsspanne in Stellenanzeigen verlangen. Beide brauchen saubere Entgeltdaten und eine belastbare Methode, Stellen zu vergleichen. Bei beiden drohen Sanktionen.
Dieser Ratgeber erklärt, was diese Regeln im September 2026 verlangen, was die Software und ihre KI leisten und was Sie vor der Unterschrift prüfen sollten. Grundlage sind Gesetzestexte, Leitfäden der Aufsichtsbehörden, Übersichten von Anwaltskanzleien, Anbieterseiten und die Daten unseres Verzeichnisses. Als unabhängiges Verzeichnis wird ai-toolfinder von keinem Anbieter bezahlt. Nichts in diesem Text ist Rechtsberatung.
Was die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verlangt und bis wann
Die Richtlinie wurde im Mai 2023 verabschiedet und trat im Monat darauf in Kraft, mit einer Umsetzungsfrist bis zum 7. Juni 2026. Vor der Einstellung müssen Arbeitgeber Bewerber:innen das Einstiegsentgelt oder dessen Spanne nennen, in der Stellenausschreibung oder vor dem Vorstellungsgespräch. Nach dem bisherigen Gehalt dürfen sie nicht mehr fragen. Beschäftigte können Auskunft über ihre eigene Entgelthöhe verlangen und über das durchschnittliche Entgelt von Kolleg:innen, die gleiche oder gleichwertige Arbeit leisten, aufgeschlüsselt nach Geschlecht. Arbeitgeber müssen binnen 2 Monaten antworten.
Außerdem müssen Arbeitgeber die Kriterien für Entgelthöhe und Entgeltentwicklung zugänglich machen. Die Mitgliedstaaten dürfen Arbeitgeber mit weniger als 50 Beschäftigten vom Teil zur Entgeltentwicklung ausnehmen. Entgeltstrukturen müssen auf einer geschlechtsneutralen Arbeitsbewertung und Einstufung beruhen. Vertragsklauseln, die Beschäftigten verbieten, ihr Entgelt offenzulegen, sind untersagt.
Die Berichtspflicht beginnt bei den größten Arbeitgebern. Wer 250 oder mehr Beschäftigte hat, berichtet bis zum 7. Juni 2027 und danach jedes Jahr. Arbeitgeber mit 150 bis 249 Beschäftigten berichten zum selben Termin und danach alle 3 Jahre. Arbeitgeber mit 100 bis 149 Beschäftigten berichten bis zum 7. Juni 2031 und danach ebenfalls alle 3 Jahre. Jeder Bericht betrifft das vorangegangene Kalenderjahr. Er enthält das Entgeltgefälle als Mittelwert und als Median, das Gefälle bei variablen Bestandteilen wie Boni und den Frauen- und Männeranteil in jedem Viertel der Entgeltverteilung (Quartil).
Zeigt ein Bericht in einer Gruppe von Beschäftigten eine Lücke von mindestens 5 Prozent beim Durchschnittsentgelt, braucht es eine Begründung mit objektiven, geschlechtsneutralen Kriterien. Sonst muss der Arbeitgeber die Lücke binnen 6 Monaten schließen. Gelingt beides nicht, folgt eine gemeinsame Entgeltbewertung mit der Arbeitnehmervertretung. Wer beim Entgelt diskriminiert wurde, kann Schadensersatz verlangen. Hat ein Arbeitgeber die Transparenzpflichten missachtet, muss er beweisen, dass keine Diskriminierung vorlag. Die EU-Kommission bezifferte das geschlechtsspezifische Entgeltgefälle in der EU im Juni 2026 auf 11,1 Prozent.
Berichtstermine nach Artikel 9; jeder Bericht betrifft das vorangegangene Kalenderjahr.
Umsetzung in der EU im September 2026: 5 Länder fertig, die meisten noch im Entwurf
Nur 4 Mitgliedstaaten haben die Richtlinie fristgerecht zum 7. Juni 2026 vollständig umgesetzt: die Slowakei, Italien, Litauen und Malta. Griechenland folgte mit dem Gesetz 5316/2026, das seit dem 6. Juli 2026 in Kraft ist. Die wesentlichen Pflichten gelten dort ab dem 1. November 2026. Polen und Estland haben Teile umgesetzt, vor allem die Entgeltangaben für Bewerber:innen und das Verbot der Frage nach dem bisherigen Gehalt. Diese Regeln gelten in Polen seit dem 24. Dezember 2025 und in Estland seit dem 13. Juli 2026.
Die übrigen Staaten steckten Ende September im Entwurfsstadium oder davor. Spanien veröffentlichte am 3. August den Entwurf eines Königlichen Dekrets, Portugal am 5. August einen Gesetzentwurf der Regierung. Bulgarien brachte am 11. September einen Gesetzentwurf ins Parlament ein. In Deutschland wurde ein Kabinettsbeschluss für Oktober nur gerüchteweise erwartet. Wo es noch kein nationales Gesetz gibt, sind private Arbeitgeber in der Regel nicht an die konkreten Pflichten der Richtlinie gebunden. Gerichte können bestehendes Recht zur Entgeltgleichheit aber im Licht der Richtlinie auslegen.
Für Unternehmen, die Software kaufen, zählt das nationale Detail mehr als die Schlagzeile. Malta gibt Arbeitgebern 8 Tage für die Antwort auf eine Auskunftsanfrage statt der 2 Monate aus der Richtlinie. In Litauen berechnet die staatliche Sozialversicherung SoDRA die Kennzahlen zum Entgeltgefälle aus den Lohndaten der Arbeitgeber, berichtet wird ab dem 1. Januar 2027. Ein Tool, das nur die Standardwerte der Richtlinie abbildet, liegt in manchen Ländern falsch.
Stand der 27 Mitgliedstaaten Ende September 2026
- Fristgerecht vollständig umgesetztSlowakei, Italien, Litauen, Malta
- Nach Fristende vollständig umgesetztGriechenland, wesentliche Pflichten ab 1. November 2026
- Teilweise umgesetztPolen und Estland (Regeln für die Personalauswahl), Belgien (Teile des öffentlichen Sektors)
- Entwurf oder früheralle übrigen, darunter Frankreich, Deutschland, Spanien und die Niederlande
Gehaltsspannen in den USA: welche Bundesstaaten Entgeltangaben in Stellenanzeigen verlangen
Colorados Equal Pay for Equal Work Act verpflichtet Arbeitgeber seit dem 1. Januar 2021, offene Stellen mit der Gehaltsspanne auszuschreiben. Kalifornien und Washington folgten am 1. Januar 2023 für Arbeitgeber mit 15 oder mehr Beschäftigten. Kalifornien definiert die angegebene Spanne als Schätzung nach Treu und Glauben, also als die Spanne, die der Arbeitgeber vernünftigerweise zu zahlen erwartet. Verstöße kosten zivilrechtliche Strafen von 100 bis 10.000 US-Dollar je Fall. Washington verlangt zusätzlich eine allgemeine Beschreibung der Zusatzleistungen.
Das Gesetz des Bundesstaats New York gilt seit dem 17. September 2023 für Arbeitgeber mit 4 oder mehr Beschäftigten. Es erfasst Stellen, Beförderungen und Versetzungen, die zumindest teilweise im Bundesstaat ausgeübt werden, auch Remote-Stellen, die an Vorgesetzte oder ein Büro in New York berichten. Illinois folgte am 1. Januar 2025: Arbeitgeber mit 15 oder mehr Beschäftigten müssen Entgelt und Zusatzleistungen in internen und externen Ausschreibungen angeben.
In zwei Bundesstaaten gehen die Berichtspflichten weiter. Kalifornien verlangt von privaten Arbeitgebern mit 100 oder mehr Beschäftigten jährliche Entgeltdatenberichte, zuletzt fällig am 13. Mai 2026. Illinois verlangt von Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten im Bundesstaat ein Equal Pay Registration Certificate, das alle 2 Jahre erneuert wird.
Ähnliche Regeln gibt es auch anderswo. Seit dem 1. Januar 2026 müssen Arbeitgeber in Ontario mit 25 oder mehr Beschäftigten eine erwartete Gehaltsspanne angeben, die höchstens 50.000 kanadische Dollar breit ist. Dazu kommt ein Hinweis, ob KI die Bewerbungen prüft. In Großbritannien berichten Arbeitgeber mit 250 oder mehr Beschäftigten jedes Jahr über ihr geschlechtsspezifisches Entgeltgefälle.
Gehaltsspanne in Stellenanzeigen (Schwellen hier: 4 bis 15 Beschäftigte), Entgeltdatenberichte nur in einigen Bundesstaaten.
Gehaltsspanne vor dem Vorstellungsgespräch, Recht auf Entgeltauskunft, Berichte zum Entgeltgefälle ab 100 Beschäftigten, gemeinsame Bewertung ab 5 Prozent.
Umfang im Vergleich, Stand September 2026.
Was Entgelttransparenz-Software leistet: vier Aufgaben in einem Tool
Die meisten Tools dieser Kategorie erledigen vier Aufgaben: Sie bauen eine Stellenarchitektur auf, analysieren die Entgeltgleichheit, erstellen die gesetzlichen Berichte und veröffentlichen Gehaltsspannen. Die Stellenarchitektur (die geordnete Struktur aller Stellen nach Ebenen und Familien) kommt zuerst, denn jeder spätere Schritt vergleicht Entgelte innerhalb von Gruppen gleicher Arbeit.
Europäische Tools setzen oft bei der Arbeitsbewertung an. Das deutsche Tool gradar ordnet seine Stellenfamilien mit einem eigens trainierten KI-Modell externen Katalogen mit Gehaltsbenchmarks zu. Bei Paygaps.de bewertet die KI jede Stelle nach den vier Bewertungskriterien der Richtlinie. Das Gefälle je Vergleichsgruppe berechnet das Tool erst, wenn HR die Bewertungen freigegeben hat.
Die Analyse der Entgeltgleichheit vergleicht Entgelte innerhalb dieser Gruppen. Sie trennt das unbereinigte Gefälle von dem, das nach legitimen Faktoren wie Berufserfahrung oder Teilzeit übrig bleibt. In beqom führt der Pay Gap Analyzer Nutzer:innen durch diese Regressionsanalyse. Figures markiert jedes unbereinigte Gefälle über 5 Prozent je Gruppe von Beschäftigten.
Die letzten beiden Aufgaben richten sich nach außen. Berichtsmodule berechnen die Kennzahlen der Richtlinie und stellen den Jahresbericht zusammen. Spannenmodule machen aus Marktdaten Gehaltsbänder: Der Salary Range Finder von Trusaic lenkt Gehaltsentscheidungen so, dass keine neuen Lücken entstehen. Pave bepreist Stellen anhand von Echtzeit-Benchmarks aus mehr als 9.000 teilnehmenden Unternehmen. Figures entwirft außerdem Dokumentationen, die einzelne Entgeltentscheidungen gegenüber Beschäftigten und ihrer Vertretung erklären.
- Stellenarchitektur aufbauenStellen in Ebenen und Familien gruppieren und nach geschlechtsneutralen Kriterien bewerten.
- Entgeltdaten importierenExporte aus der Lohnabrechnung samt Boni und Stunden den Beschäftigten und Stellen zuordnen.
- Lücken analysierenEntgelte innerhalb der Gruppen vergleichen, unbereinigt und bereinigt, und die Ursachen finden.
- Berichten und veröffentlichenBerichte zum Entgeltgefälle erstellen, Anfragen beantworten und Spannen für Stellenanzeigen festlegen.
Was KI zu Entgelttransparenz-Tools beiträgt und wo sie endet
Die KI in diesen Tools schlägt meist vor, entwirft und markiert. Entscheiden müssen Menschen. Syndio erklärt, dass seine Syndi AI keine Entgeltentscheidungen trifft, und beqom beschreibt Menschen im Prozess für die kritische Kontrolle (Human in the Loop). Paygaps.de berücksichtigt KI-Bewertungen von Stellen erst, wenn HR sie freigegeben hat.
Am weitesten verbreitet ist das Matching, also das Zuordnen von Stellen. Payscale nutzt große Sprachmodelle, um aus neuen Gehaltsumfragen die 5 passendsten Stellenzuordnungen vorzuschlagen. CompLens gibt an, dass seine KI importierte Lohndaten je nach Feld mit 92 bis 98 Prozent Genauigkeit zuordnet. Das ist eine Angabe des Anbieters, kein unabhängiger Test.
Die neuere Ebene prüft Entscheidungen in dem Moment, in dem sie fallen. Die Syndi AI von Syndio wurde laut Anbieter mit mehr als 10 Millionen Entgeltdatensätzen trainiert. Sie prüft Gehaltsangebote, Beförderungen, leistungsbezogene Erhöhungen und Versetzungen vor der Freigabe gegen interne Vorgaben, interne Entgeltgerechtigkeit und Marktdaten und legt ihre Begründung offen. Der Bias-Checker in beqom zeigt Unterschiede bei der Vergabe von Gehaltserhöhungen. Der Pave Agent baut Stellenarchitekturen auf und bepreist neue Stellen, und Compa führt seine Agenten Analyst und Partner in einem separat bepreisten Tarif.
Manche beworbenen Funktionen sind noch nicht verfügbar: Trusaic führt Trusaic AI als demnächst verfügbar, und Syndio kennzeichnet seinen Tarif Predict genauso. KI, die das individuelle Entgelt beeinflusst, kann zudem unter den EU AI Act fallen. Dessen Anhang III stuft KI-Systeme, die Entscheidungen über die Bedingungen von Arbeitsverhältnissen beeinflussen, als Hochrisiko ein. Nach der Einigung zum Digital-Omnibus-Paket vom Mai 2026 gelten diese Pflichten für eigenständige Systeme ab dem 2. Dezember 2027, wie unser Ratgeber zum AI Act für HR erklärt.
Auf Basis der Anbieterseiten, geprüft im September 2026.
Die Anbieter: US-Datenplattformen und europäische Spezialisten für die Richtlinie
Unser Verzeichnis führt 11 Tools in der Kategorie Vergütung und Entgelttransparenz. Die USA sind mit 5 Tools das häufigste Sitzland. Die meisten übrigen Anbieter haben ihren Sitz in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland, und die Liste enthält 1 aus Indien.
Unter den US-Plattformen verkauft Payscale drei Pakete ohne veröffentlichte Preise. Compa nennt Jahrestarife ab 15.000 US-Dollar für Recherchedaten und ab 35.000 US-Dollar für Live-Marktdaten. Pave bietet mit Market Data Lite einen Gratis-Tarif, bezahlte Tarife gibt es auf Anfrage. Compa hostet alle Daten bei AWS in den USA.
Die europäischen Tools setzen bei der Richtlinie oder bei der Arbeitsbewertung an, und mehr von ihnen veröffentlichen Preise. CompLens verlangt 1.690 Euro im Jahr für bis zu 249 Beschäftigte und bietet einen Gratis-Test über 14 Tage. Paygaps.de beginnt bei 2.490 Euro im Jahr für bis zu 250 Beschäftigte. Bei gradar liegen die Preise zwischen 3.000 und 10.000 Euro im Jahr, einen Gratis-Test gibt es auch. Figures erstellt Angebote nach Zahl der Beschäftigten und gewählten Modulen. Alle Preise haben den Stand September 2026.
In der gesamten Kategorie können 5 Tools Daten in der EU hosten, und 5 veröffentlichen gar keine Preise. Die Kategorie Vergütung und Entgelttransparenz zeigt für jedes Tool die starken Märkte, das Hosting und das Preismodell.
Tools in der Kategorie Entgelttransparenz bei ai-toolfinder, Live-Zählung.
Was Sie vor dem Kauf von Entgelttransparenz-Software prüfen sollten
Beginnen Sie mit Ihrer eigenen Aufstellung. Listen Sie die Länder auf, in denen Sie Menschen beschäftigen, und ab wann dort welche Regeln gelten. Lassen Sie sich dann vom Anbieter zeigen, wie das Tool mit nationalen Unterschieden umgeht, etwa mit Maltas Antwortfrist von 8 Tagen oder der Berichterstattung über SoDRA in Litauen.
Testen Sie als Nächstes die Methode. Die Richtlinie akzeptiert nur Lücken, die mit objektiven, geschlechtsneutralen Kriterien begründet sind. Fragen Sie deshalb, wie das Tool Vergleichsgruppen bildet, welche Faktoren eine Lücke erklären dürfen und ob Sie das Modell hinter einer bereinigten Zahl einsehen können. Prüfen Sie, wer KI-Vorschläge freigibt und ob Freigaben protokolliert werden. Die gemeinsame Entgeltbewertung findet schließlich zusammen mit der Arbeitnehmervertretung statt.
Verfolgen Sie dann den Weg der Gehaltsdaten. Compa hostet nur in den USA. Paygaps.de speichert die Plattformdaten in Frankfurt, gibt aber an, dass Aufrufe seiner KI-Modelle, vor allem bei Anthropic, auf Basis von Standardvertragsklauseln außerhalb der EU verarbeitet werden können. Kalkulieren Sie zum Schluss den Preis für Ihre Beschäftigtenzahl: Veröffentlichte europäische Lizenzen beginnen im niedrigen vierstelligen Eurobereich pro Jahr, Payscale und Figures erstellen individuelle Angebote.
Fragen an jeden Anbieter
- Welche nationalen Regeln sind eingebaut, und ab welchem Datum?
- Wie entstehen die Vergleichsgruppen, und ist das Modell einsehbar?
- Wer gibt KI-Vorschläge frei, und wird das protokolliert?
- Wo werden Gehaltsdaten und Aufrufe der KI-Modelle verarbeitet?
- Was kostet das Tool insgesamt für unsere Beschäftigtenzahl und unsere Länder?
Tools in diesem Artikel
Häufige Fragen
Was ist Entgelttransparenz-Software?
Software, die Entgelt- und Stellendaten sammelt, vergleichbare Stellen gruppiert und das geschlechtsspezifische Entgeltgefälle berechnet. Sie erzeugt, was Entgeltgesetze verlangen, etwa Gehaltsspannen für Stellenanzeigen, Berichte zum Entgeltgefälle und Antworten auf Auskunftsanfragen. Viele Tools setzen zusätzlich KI für die Stellenzuordnung, die Arbeitsbewertung und die Erklärung von Lücken ein.
Wann müssen Arbeitgeber in der EU ihr Entgeltgefälle melden?
Nach der Richtlinie (EU) 2023/970 berichten Arbeitgeber mit 150 oder mehr Beschäftigten bis zum 7. Juni 2027 über das Kalenderjahr 2026. Arbeitgeber mit 100 bis 149 Beschäftigten folgen bis zum 7. Juni 2031. Die Einzelheiten regelt das Umsetzungsgesetz des jeweiligen Landes.
Welche US-Bundesstaaten verlangen Gehaltsspannen in Stellenanzeigen?
Dazu gehören Colorado (seit 1. Januar 2021), Kalifornien und Washington (seit 1. Januar 2023), New York (seit 17. September 2023) und Illinois (seit 1. Januar 2025). Die Schwellen unterscheiden sich: New York erfasst Arbeitgeber ab 4 Beschäftigten, Kalifornien, Washington und Illinois ab 15.
Entscheidet Entgelttransparenz-Software per KI über Gehälter?
In den hier betrachteten Tools schlägt die KI vor oder prüft, und Menschen entscheiden. Syndio erklärt, dass seine Syndi AI keine Entgeltentscheidungen trifft, und bei Paygaps.de gibt HR jede KI-Bewertung einer Stelle frei. Der EU AI Act stuft KI, die Entscheidungen über die Bedingungen von Arbeitsverhältnissen beeinflusst, als Hochrisiko ein.
Was kostet Entgelttransparenz-Software?
Die veröffentlichten Preise (Stand September 2026) beginnen bei 1.690 Euro im Jahr für CompLens und 2.490 Euro für Paygaps.de, jeweils für bis zu rund 250 Beschäftigte. Die Datentarife von Compa beginnen bei 15.000 US-Dollar im Jahr. Payscale und Figures nennen Preise auf Anfrage.
Quellen
- Europäische Kommission, EU action for equal pay
- Europäische Kommission, New EU rules on pay transparency explained (Juni 2026)
- EUR-Lex, Directive (EU) 2023/970 on pay transparency
- Europäisches Parlament, Parliament adopts new rules on binding pay-transparency measures (März 2023)
- Mercer, EU pay transparency law approved (Mai 2023)
- Littler, EU Pay Transparency Directive: workers' right to receive information (April 2025)
- Morgan Lewis, EU Pay Transparency Directive: The Deadline for Transposition Has Passed (Juni 2026)
- Jackson Lewis, EU Pay Transparency: Lessons for Employers from First Three Member States' Legislation (Juni 2026)
- Jackson Lewis, EU Pay Transparency: Greece Becomes Fifth Member State to Finalize Transposition (Juli 2026)
- Ogletree, Poland: Pay Transparency Measures Employers Must Implement by 24 December 2025
- Estnisches Ministerium für Wirtschaft und Kommunikation, Pay transparency
- Ius Laboris, EU Pay Transparency Directive: which countries have transposed (September 2026)
- Pinsent Masons, EU Pay Transparency Directive: implementation across EU member states (Juli 2026)
- Grant Thornton Malta, Malta's pay transparency regulations (Juni 2026)
- Colorado General Assembly, SB19-085 Equal Pay for Equal Work Act
- California Labor Commissioner, California Equal Pay Act FAQ
- California Legislature, SB 1162 (2022), Angabe der Gehaltsspanne und Entgeltdatenberichte
- California Civil Rights Department, Pay data reporting
- Washington State Department of Labor and Industries, Equal Pay and Opportunities Act
- Washington State Legislature, SB 5761 (2022), Lohn- und Gehaltsangaben für Bewerber:innen
- New York State Department of Labor, Pay Transparency Act FAQ
- New York State Senate, Labor Law Section 194-B
- Illinois Department of Labor, Equal Pay Act of 2003 und Entgelttransparenz
- Regierung von Ontario, Requirements related to publicly advertised job postings
- GOV.UK, Who needs to report their gender pay gap
- gradar, Job-Matching in gradar
- gradar, Impressum
- Paygaps.de, Pay-Gap-Software
- beqom, beqom AI
- Figures, Pay equity
- Trusaic, PayParity
- Pave, Preise (Stand September 2026)
- Syndio, Plattform für Entgeltgleichheit und Entgeltentscheidungen (Syndi AI, Decisions, Predict)
- Payscale, AI at Payscale
- CompLens, Produkt- und Preisseite
- Compa, Preise (Stand September 2026)
- EU Artificial Intelligence Act, Annex III
- Gibson Dunn, EU AI Act Omnibus Agreement: Postponed High-Risk Deadlines (Mai 2026)
- ai-toolfinder, Verzeichnis September 2026
- Payscale, Preise (Stand September 2026)
- Compa, Datenschutz und Sicherheit
- Paygaps.de, Preise (Stand September 2026)
- gradar, Preise (Stand September 2026)
- Figures, Preise
- beqom, Über beqom
- EU-Startups, Paris-based Figures scores €6.67 million (September 2022)
- Y Combinator, Firmenprofil CompUp
- Paygaps.de, Datenschutzerklärung


