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Marktanalyse · 10 min · (aktualisiert)

HR-Software-Anbieter übernommen: wer 2024 bis September 2026 wen gekauft hat und was mit laufenden Verträgen passiert

Zwischen Januar 2024 und September 2026 haben vor allem die HR-Suiten KI gekauft: Workday übernahm HiredScore, Paradox und Sana, SAP kaufte SmartRecruiters. Thoma Bravo nahm Dayforce für rund 12,3 Milliarden US-Dollar von der Börse. In Deutschland kauften Personio und Factorial KI-Start-ups zu. Laufende Verträge gehen meist unverändert auf den neuen Eigentümer über, doch Unterauftragsverarbeiter, Speicherort, Produktfahrplan und Preise bei der Verlängerung können sich ändern.

Auf einen Blick
  • Workday war der aktivste Käufer: HiredScore (2024), Flowise, Paradox und Sana (2025), mit 1,0 Milliarden US-Dollar in bar für Paradox.
  • SAP schloss die Übernahme von SmartRecruiters am 11. September 2025 ab; Kunden von SuccessFactors Recruiting haben laut CIO.com drei bis fünf Jahre für den Umstieg.
  • Personio kaufte im April 2026 aurio aus München, Factorial am 2. September 2026 Empion aus Berlin.
  • Beim Share Deal bleibt Ihr Vertragspartner gleich; beim Asset Deal braucht die Vertragsübertragung Ihre Zustimmung, die viele Anbieter sich schon im Vertrag geben lassen.
  • Nach Art. 28 Abs. 2 DSGVO können Sie neuen Unterauftragsverarbeitern widersprechen, und der Data Act schafft Wechselentgelte ab dem 12. Januar 2027 ab.

Wird Ihr HR-Software-Anbieter übernommen, stellen sich zwei Fragen: Wer ist der neue Eigentümer, und was passiert mit laufenden Verträgen? Zwischen 2024 und 2026 haben Workday, SAP und Finanzinvestoren wie Thoma Bravo zahlreiche HR-Anbieter gekauft, in Deutschland haben Personio und Factorial KI-Start-ups übernommen. Dieser Artikel zeigt, wer wen gekauft hat, mit Datum und veröffentlichtem Preis, und was eine Übernahme für Vertrag, Preis, AVV, Unterauftragsverarbeiter, Produktfahrplan und Kündigung bedeutet.

Jede Übernahme haben wir am 28. September 2026 an der Pressemitteilung des Käufers, an SEC-Unterlagen oder seriöser Presse geprüft. Einen Preis nennen wir nur, wenn der Käufer ihn veröffentlicht hat. Dazu haben wir das Feld Mutterkonzern in unserem eigenen Verzeichnis ausgewertet. ai-toolfinder ist unabhängig, keines der genannten Unternehmen zahlt für Platzierungen. Der Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

Was unser Verzeichnis zeigt: welche HR-Tools schon zu einem Konzern gehören

Unser Verzeichnis hält für jedes Tool fest, ob es zu einem Mutterkonzern gehört, mit Quelle für genau dieses Feld. Von den 329 HR-Tools gehören 59 zu einer größeren Gruppe. Ein Teil davon sind Eigenentwicklungen wie SAP SuccessFactors. Der andere Teil sind zugekaufte Marken, die unter eigenem Namen weiterlaufen.

Für deutsche HR-Leitungen ist ein Ausschnitt besonders wichtig. Von den 36 HR-Tools, die in Deutschland einen Schwerpunktmarkt haben, gehören 12 zu einem Konzern. Dazu zählen softgarden, das zur polnischen Grupa Pracuj gehört, Textkernel, seit Juni 2024 bei Bullhorn, und masterplan, seit September 2025 bei Amadeus Fire. Die Tabelle dahinter liefert der Explorer unten, gefiltert nach Eigentum, Region und Kategorie.

Konzerntöchter treten anders auf als unabhängige Anbieter. Von den HR-Tools mit Mutterkonzern nennen 69 Prozent Preise nur auf Anfrage, über alle HR-Tools sind es 69 Prozent. Eine Datenhaltung in der EU bieten sie häufiger an (39 gegenüber 27 Prozent). Wie wir diese Felder erheben und prüfen, steht auf unserer Seite zur Methode.

Eine Grenze hat die Auswertung. Das Feld beschreibt den Eigentümer heute. Übernahmen, bei denen das Produkt ganz in der Suite des Käufers aufgeht, sieht man darin nicht. HiredScore, 2024 von Workday gekauft, ist so ein Fall: Es ist heute Teil der Recruiting-Suite von Workday und hat bei uns keinen eigenen Eintrag.

Engagement und Befragung35%
Bewerbermanagement22%
Lernen und Weiterbildung31%
HR-Software (HRIS)13%
Lohn und Gehalt12%
Video- und KI-Interviews9%
Internationale Beschäftigung (EOR)0%

Anteil der Tools mit Mutterkonzern je HR-Kategorie, hervorgehoben ist die Kategorie mit dem höchsten Anteil. Quelle: Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 28. September 2026.

Eigene Daten · interaktiv

HR-Tools mit und ohne Mutterkonzern

Wählen Sie eine Gruppe. Die Balken zeigen, welcher Anteil der gewählten Tools die Angabe veröffentlicht. Der Strich zeigt den Wert über alle HR-Tools.

Mutterkonzern
Sitz des Anbieters
Kategorie

230 in dieser Auswahl

EU-Hosting oder EU-Region37 % (86/230)
Preis veröffentlicht35 % (80/230)
AVV öffentlich oder per Klick32 % (73/230)
Unterauftragsverarbeiter öffentlich35 % (80/230)
Gratis-Test34 % (79/230)

Strich: Wert über alle (230)

Quelle: Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 28. September 2026. HR-Tools nach Hauptkategorie, ohne archivierte Tools und Kurzeinträge.

Belege: [1][2][3][4][5]

Übernahmen bei HR-Software-Anbietern 2024 bis 2026: die Suiten kaufen KI

Die größten Käufer waren die HR-Suiten, und gekauft haben sie vor allem KI. Workday kündigte am 26. Februar 2024 die Übernahme von HiredScore an, einem KI-Werkzeug für die Suche und Reihung von Kandidat:innen. Am 1. Oktober 2025 schloss Workday den Kauf von Paradox ab, dessen Chat-Agent Massenrecruiting für Schicht- und Filialjobs übernimmt. Laut Quartalsbericht zahlte Workday dafür 1,0 Milliarden US-Dollar in bar.

Danach folgten Flowise, ein Open-Source-Baukasten für KI-Agenten, am 14. August 2025 und Sana. Den Kauf des Lernanbieters kündigte Workday am 16. September 2025 für rund 1,1 Milliarden US-Dollar an und schloss ihn am 4. November 2025 ab. Paradox wird heute als Workday Paradox Candidate Experience Agent verkauft, an Neu- und Bestandskunden, über Workday oder Paradox.

Aus deutscher Sicht wiegt ein Kauf schwerer. SAP kündigte am 1. August 2025 die Übernahme von SmartRecruiters an und schloss sie am 11. September 2025 ab, ohne Preis. SmartRecruiters bleibt laut SAP auf absehbare Zeit als eigenständiges Produkt erhältlich und lässt sich weiter mit anderen HR-Suiten nutzen. Für Kunden von SuccessFactors Recruiting ändert sich dagegen der Fahrplan: Laut CIO.com haben sie drei bis fünf Jahre Zeit für den Umstieg auf SmartRecruiters.

Auch in der Lohnabrechnung und Zeitwirtschaft wurde gekauft, vor allem in den USA. Ein Beispiel genügt: Paychex übernahm am 14. April 2025 Paycor für 22,50 US-Dollar je Aktie. Für Unternehmen in Deutschland spielen diese Käufe kaum eine Rolle, weil beide Anbieter auf den US-Markt ausgerichtet sind.

Interaktiv · Übernahmen

Übernahmen bei HR-Software, Januar 2024 bis September 2026

26. Feb. 2024

Workday und HiredScore

Workday kündigt die Übernahme des KI-Recruiting-Tools HiredScore an. Kein Preis veröffentlicht.

Quelle: Pressemitteilungen der Käufer und SEC-Unterlagen, geprüft am 28. September 2026. Angegeben ist das Datum der Ankündigung oder des Abschlusses.

Belege: [4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14][2][15][3][16][17][18][19][20]

Deutsche und europäische Käufe: Personio, Factorial, Deel und Amadeus Fire

Auch Anbieter, die in Deutschland stark sind, kaufen zu, meist kleine KI-Firmen. Personio übernahm im April 2026 das Münchner Recruiting-KI-Start-up aurio und baut dessen Sourcing und Vorauswahl in sein Bewerbermanagement ein. Factorial kaufte am 2. September 2026 das Berliner Start-up Empion, das KI-gestützte Eignungsdiagnostik anbietet.

Factorial ist einer der wenigen Käufer, die sich zu laufenden Verträgen äußern. In der Mitteilung zur Übernahme von Empion heißt es, Bestandskunden erlebten weder beim Produkt noch bei der Verfügbarkeit oder ihren Verträgen eine Unterbrechung. Das Produkt soll schrittweise in Factorial aufgehen. Einen Vergleich beider Suiten bietet unsere Seite Factorial vs. Personio.

Deel kaufte im Februar 2024 das Münchner Start-up Zavvy und machte daraus seine Suite Deel Engage für Performance, Karriere und Lernen. Amadeus Fire übernahm am 24. September 2025 die Berliner E-Learning-Plattform masterplan zu einem Unternehmenswert von rund 20 Millionen Euro. Marke, Geschäftsführung und alle 47 Beschäftigten bleiben laut Amadeus Fire an Bord.

Aus der Schweiz kam der größte europäische Zusammenschluss. LumApps und Beekeeper, die Zürcher App für Beschäftigte ohne Schreibtisch, unterzeichneten am 2. Juli 2025 ihre Vereinbarung. Beekeeper ist in der DACH-Region verbreitet, die Marke läuft laut LumApps vorerst weiter.

Was die Käufer 2024 bis 2026 zugekauft haben, nach Art des gekauften Produkts.

  • KI für Recruiting und AuswahlHiredScore, Paradox (Workday); Be Applied (Phenom); aurio (Personio); Empion (Factorial)
  • Skills, Lernen und PlanungSana (Workday); 365Talents (Docebo); masterplan (Amadeus Fire); Zavvy (Deel)
  • Kommunikation mit BeschäftigtenBeekeeper (LumApps)
  • Finanzen und IT neben HRMosaic (HiBob); Atlas (Remote)
  • Agenten und SchnittstellenFlowise (Workday)

Belege: [21][19][14][3][15][22][23][24][18][7]

Finanzinvestoren und Plattformen: die Eigentümer hinter den Logos

Der größte Einzelkauf kam von einem Finanzinvestor. Thoma Bravo übernahm Dayforce für 70,00 US-Dollar je Aktie in bar, rund 12,3 Milliarden US-Dollar Unternehmenswert, und schloss den Kauf am 4. Februar 2026 ab. Dayforce arbeitet laut der Mitteilung unter eigenem Namen und eigener Marke weiter.

Kleinere Käufe folgen demselben Muster. Main Capital Partners kündigte am 8. September 2026 eine Mehrheitsbeteiligung am Londoner Anbieter für Personalplanung Orgvue an. Das Management bleibt, weitere Zukäufe sind geplant. Ein Finanzinvestor ändert am ersten Tag meist weniger als ein strategischer Käufer. Später kann er Zukäufe zusammenlegen, Preise anpassen oder das Unternehmen weiterverkaufen.

Manche Eigentümerwechsel wirken neuer, als sie sind. Sumeru Equity Partners ist seit 2022 Mehrheitseigner des Schweizer Vergütungsanbieters beqom, Clearlake Capital hat Cornerstone OnDemand 2021 übernommen. Bei Cornerstone fehlte der Eigentümer in unserem Verzeichnis, das haben wir korrigiert.

Die EOR-Plattformen stehen auf der Käuferseite. Deel kaufte neben Zavvy im März 2025 die Payroll-Sparte von Safeguard Global und im August 2026 das Identitätsprüfungs-Tool Clarity, Remote im Januar 2026 den Spesenanbieter Atlas. In unserem Verzeichnis gehören 0 der 9 EOR-Anbieter zu einem Konzern. Was diese Plattformen heute an KI bieten, zeigt unser Artikel zu Employer of Record und KI-Funktionen.

Strategischer Käufer (etwa Workday, SAP)

Kauft ein Produkt, um eine Lücke in der eigenen Suite zu schließen. Das Produkt bekommt oft den Namen des Käufers oder ersetzt dessen eigenes Modul. Achten Sie auf Umstiegsfristen und neue Vertragsmuster.

Finanzinvestor (etwa Thoma Bravo, Main Capital)

Kauft das Unternehmen als Ganzes und behält meist Name, Marke und Management. Achten Sie auf Preise bei der Verlängerung, weitere Zukäufe und einen späteren Weiterverkauf.

Unsere Einordnung der in diesem Artikel zitierten Käufer-Aussagen, September 2026.

Belege: [25][17][20][26][27][28][24]

Firmenübernahme und laufende Verträge: was deutsches Recht und die DSGVO sagen

Ob Ihr Vertrag unverändert weiterläuft, hängt zuerst von der Form der Übernahme ab. Beim Share Deal kauft der Käufer die Anteile. Verträge, Lizenzen und Arbeitsverhältnisse bleiben bei der Gesellschaft, Ihr Vertragspartner ändert sich nicht. Beim Asset Deal kauft er einzelne Vermögenswerte, und Verträge müssen übertragen werden.

Für diese Übertragung braucht es nach deutschem Recht Ihre Zustimmung. Die Rechtsprechung wendet dafür § 415 BGB zur Schuldübernahme entsprechend an. Viele Anbieter lassen sich diese Zustimmung aber schon im Vertrag geben. Die Customer Subscription Terms von HiBob etwa verzichten auf die Zustimmung, wenn der Vertrag bei einer Fusion, Umstrukturierung oder dem Verkauf fast aller Vermögenswerte auf einen Nachfolger übergeht.

Mehr Hebel gibt der Datenschutz. Ihr HR-Anbieter verarbeitet Personaldaten in Ihrem Auftrag, Grundlage ist der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Nach Art. 28 Abs. 2 DSGVO darf er weitere Auftragsverarbeiter nur mit Ihrer Genehmigung einsetzen. Bei einer allgemeinen Genehmigung muss er jede Änderung ankündigen, und Sie können Einspruch erheben. Nach einer Übernahme ist genau das zu erwarten: neue Rechenzentren, Support-Standorte oder KI-Modelle des Käufers.

Wechseln wird in der EU leichter. Der Data Act gilt seit dem 12. September 2025 auch für Software as a Service. Sie können einen Wechsel mit höchstens zwei Monaten Frist anstoßen, der Anbieter muss ihn in 30 Kalendertagen umsetzen, und ab dem 12. Januar 2027 fallen Wechselentgelte weg. Kommen mit dem neuen Eigentümer neue Funktionen zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle, ist außerdem der Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zu beteiligen.

11. Januar 2024Der Data Act tritt in Kraft. Wechselentgelte dürfen nur noch die direkten Kosten des Anbieters decken.
12. September 2025Der Data Act gilt, einschließlich der Wechselregeln für Cloud- und SaaS-Verträge.
Frist von bis zu 2 MonatenKunden können einen Wechsel mit höchstens zwei Monaten Kündigungsfrist anstoßen.
Übergang von bis zu 30 TagenDer Anbieter setzt den Wechsel innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Frist um.
12. Januar 2027Wechselentgelte, auch für die Datenausleitung, sind nicht mehr erlaubt.

Quelle: Europäische Kommission, Data Act explained; Data Act Artikel 25, Stand September 2026.

Belege: [29][30][31][32][33][34][35][36][37][22]

Ihr HR-Software-Anbieter wurde übernommen: was Sie jetzt prüfen

Beginnen Sie mit dem, was der Käufer versprochen hat, und mit dem, was fehlt. Am weitesten ging LumApps: Beekeeper-Kunden behalten laut LumApps Vertrag, Preise, Login und Ansprechpartner, ein gemeinsames Produkt kommt in Etappen über 12 bis 18 Monate. SmartRecruiters schrieb, an der täglichen Nutzung ändere sich nichts. Preise über die laufende Laufzeit hinaus sagt keine der Seiten zu.

Besonders genau hinsehen sollten Sie, wenn der Käufer ein eigenes Konkurrenzprodukt hat. Das Beispiel SAP zeigt, dass sich dann oft der Fahrplan des Käufers ändert: SmartRecruiters bleibt, das eigene Modul SuccessFactors Recruiting wird über drei bis fünf Jahre abgelöst. Wer das betroffene Produkt nutzt, sollte Umstiegsfristen, Preise für das Nachfolgeprodukt und die Übernahme der Bewerberdaten schriftlich klären.

Sichern Sie diese Aussagen. Fordern Sie dann drei Unterlagen schriftlich an: die aktuelle Liste der Unterauftragsverarbeiter, den geplanten Speicher- und Verarbeitungsort einschließlich der KI-Funktionen und den Produktfahrplan der nächsten zwei Releases. Den Stand der Beekeeper-Zusagen bei LumApps können Sie selbst nachlesen, er ist ein guter Maßstab für Ihre Fragen.

Dann folgt Ihr eigener Vertrag: Verlängerungsdatum, Kündigungsfrist, Preisanpassungsklausel, Abtretungsklausel und die Einspruchsfrist im AVV. Fällt die Verlängerung in die nächsten zwölf Monate, verhandeln Sie Preisschutz oder eine kürzere Laufzeit. Testen Sie schließlich einen vollständigen Datenexport, solange das alte Team noch da ist. Beziehen Sie Datenschutzbeauftragte und Betriebsrat früh ein. Die Hilfen unten ersetzen keine Rechtsberatung.

Interaktiv · Selbsttest

Ihr HR-Anbieter wurde übernommen: wie dringend ist es?

Drei Fragen auf Grundlage der Käufer-Aussagen und der EU-Regeln in diesem Artikel. Orientierung, keine Rechtsberatung.

Hat der Anbieter seit der Übernahme neue Unterauftragsverarbeiter, einen neuen Speicherort oder einen neuen KI-Modellanbieter angekündigt?

Achten Sie auf eine aktualisierte Liste oder eine Mitteilung nach Ihrem AVV.

Interaktiv · Prüfliste

Anbieter übernommen: diese Punkte prüfen

0/10

Ihr Stand bleibt in diesem Browser gespeichert.

Belege: [22][38][12][33][34][37]

Tools in diesem Artikel

Häufige Fragen

Was passiert mit meinem Vertrag, wenn mein Softwareanbieter übernommen wird?

Beim Share Deal bleibt die Gesellschaft Ihr Vertragspartner, der Vertrag läuft unverändert weiter. Beim Asset Deal muss der Vertrag übertragen werden, dafür braucht es nach deutschem Recht Ihre Zustimmung. Viele Anbieter lassen sich diese Zustimmung schon in ihren Vertragsbedingungen geben.

Muss ich nach einer Übernahme einen neuen AVV abschließen?

Nicht automatisch. Ändert sich der Vertragspartner, braucht es einen AVV mit dem neuen Auftragsverarbeiter. Bleibt er gleich, setzt der Anbieter aber neue Unterauftragsverarbeiter ein, muss er Sie nach Art. 28 Abs. 2 DSGVO informieren, und Sie können Einspruch erheben.

Hat SAP SmartRecruiters übernommen?

Ja. SAP kündigte die Übernahme am 1. August 2025 an und schloss sie am 11. September 2025 ab, einen Preis nannte SAP nicht. SmartRecruiters bleibt laut SAP auf absehbare Zeit eigenständig erhältlich. Kunden von SuccessFactors Recruiting haben laut CIO.com drei bis fünf Jahre Zeit für den Umstieg.

Kann ich nach einer Übernahme vorzeitig kündigen?

Ein allgemeines Sonderkündigungsrecht gibt es nicht, es kommt auf Ihren Vertrag an, etwa auf eine Change-of-Control-Klausel. Ab dem 12. September 2025 erleichtert der Data Act den Wechsel: höchstens zwei Monate Frist, 30 Tage Übergang und ab dem 12. Januar 2027 keine Wechselentgelte mehr. Vertragliche Laufzeiten und Entgelte können aber weiter gelten.

Quellen

  1. Datensatz ai-toolfinder.com, HR-Tools und Mutterkonzerne, 28. September 2026
  2. Bullhorn, Übernahme von Textkernel (18. Juni 2024)
  3. Amadeus Fire, Übernahme der E-Learning-Plattform masterplan (24. September 2025)
  4. Workday, Absicht zur Übernahme von HiredScore (26. Februar 2024)
  5. Workday, Übernahme von Paradox abgeschlossen (1. Oktober 2025)
  6. Workday, Quartalsbericht Form 10-Q zum 31. Oktober 2025 (SEC)
  7. Workday, Übernahme von Flowise (14. August 2025)
  8. Workday, Vereinbarung zur Übernahme von Sana (16. September 2025)
  9. Workday, Übernahme von Sana abgeschlossen (4. November 2025)
  10. SAP News Center, SAP übernimmt SmartRecruiters (1. August 2025)
  11. SAP News Center, Übernahme von SmartRecruiters abgeschlossen (11. September 2025)
  12. CIO.com, Zeitplan für die Ablösung von SuccessFactors Recruiting durch SmartRecruiters (6. Oktober 2025)
  13. Paycor, Form 8-K, completion of the Paychex merger (April 14, 2025, SEC)
  14. Deel, Übernahme von Zavvy (28. Februar 2024)
  15. LumApps, Zusammenschluss mit Beekeeper (2. Juli 2025)
  16. Docebo, Übernahme von 365Talents (20. Januar 2026)
  17. Thoma Bravo, Übernahme von Dayforce abgeschlossen (4. Februar 2026)
  18. Phenom, Übernahme von Be Applied (10. Februar 2026)
  19. Factorial, Übernahme des Berliner KI-Start-ups Empion (2. September 2026)
  20. Main Capital Partners, Übernahme von Orgvue (8. September 2026)
  21. Munich Startup, Personio übernimmt das Recruiting-KI-Start-up aurio (April 2026)
  22. LumApps, Informationen für Beekeeper-Kunden
  23. HiBob, Übernahme von Mosaic (13. Februar 2025)
  24. Remote, Übernahme von Atlas (20. Januar 2026)
  25. Thoma Bravo, Vereinbarung mit Dayforce über 12,3 Mrd. US-Dollar (21. August 2025)
  26. Cornerstone, Clearlake Capital schließt Übernahme von Cornerstone OnDemand ab (15. Oktober 2021)
  27. Deel, Deel acquires Safeguard Global's payroll division (March 11, 2025)
  28. Deel, Deel acquires Clarity (August 3, 2026)
  29. BMS Rechtsanwälte, Asset Deal oder Share Deal beim Unternehmenskauf (27. Mai 2026)
  30. BGB, § 415 Vertrag zwischen Schuldner und Übernehmer
  31. Handelskammer Hamburg, Datenübertragung bei Asset Deals
  32. HiBob, Customer Subscription Terms (Stand September 2026)
  33. DSGVO, Art. 28 Auftragsverarbeiter
  34. Europäische Kommission, Data Act explained
  35. Verordnung (EU) 2023/2854 (Data Act), amtlicher Text
  36. Data Act, Artikel 25: Vertragsbedingungen für den Wechsel (Text)
  37. BetrVG, § 87 Mitbestimmungsrechte
  38. SmartRecruiters, Kundenseite zur Übernahme durch SAP
Nick Schaefer, HR Interim Manager & AI Consultant
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