KI für Steuerberater: acht Werkzeuge für die Kanzlei im Vergleich nach Preis und Datenschutz (Oktober 2026)
Nach meiner Prüfung vom 30. Oktober 2026 passt Deubner TAX KI für eine Steuerkanzlei am besten (8 von 8 Punkten), vor Haufe CoPilot Tax und GenIA-L mit je 7. Nur fünf der acht Werkzeuge nennen einen Dauerpreis, bei Deubner sind es 99 Euro im Monat für die ganze Kanzlei, bei Priviq 160 Euro je Nutzer und Monat. Gewertet habe ich, was die Anbieter belegen, nicht die Qualität der Antworten.
- Am besten, wenn Sie einen festen Preis für die ganze Kanzlei und Quellen aus Steuer-Expertisen wollen: Deubner TAX KI (99 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer)
- Am besten, wenn Ihre Kanzlei schon mit Haufe Steuer Office arbeitet: Haufe CoPilot Tax (ohne Aufpreis, ab 1.059 Euro im Jahr für 3 Nutzer)
- Am besten, wenn aus der Recherche Mandantenbriefe und Gutachten entstehen sollen: GenIA-L (Test 99 Euro für drei Monate)
- Am besten, wenn Sie ohne Lizenzkosten in der DATEV-Welt anfangen wollen: DATEV Copilot (Lizenz kostenfrei, Zusatzmodule ohne Preis)
- Am besten, wenn Sie Konzernsteuer und Prüfung abdecken und Hosting in Deutschland schriftlich wollen: Priviq AI (160 Euro je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung)
Am 30. Oktober 2026 habe ich acht KI-Werkzeuge für Steuerkanzleien aus unserem Verzeichnis geprüft. Dafür habe ich Produkt-, Preis-, Test- und Sicherheitsseiten der Anbieter gelesen, dazu drei Gesetzestexte. Gefragt habe ich nach dem Dauerpreis, dem Testzugang, dem Ort der Daten, der Aussage zum Training mit Ihren Eingaben und nach öffentlichen Vertragsunterlagen.
Wie sich KI in der Steuerabteilung, in Umsatzsteuer-Engines und bei Verrechnungspreisen unterscheidet, steht im Ratgeber KI in Steuerabteilung und Steuerkanzlei. Dieser Vergleich beschränkt sich auf Werkzeuge, die eine Kanzlei kaufen kann, und reiht sie.
So habe ich gereiht
Die Reihenfolge folgt der Passung für eine Steuerkanzlei in Deutschland. Vier Kriterien bringen je 0 bis 2 Punkte, zusammen höchstens 8. Die Kriterien sind Antworten aus benannten Fachinhalten, Arbeitsschritte über die Recherche hinaus (Dokumente, Entwürfe, Word), planbare Kosten für eine kleine Kanzlei und der Zuschnitt auf Steuerberater statt auf Selbstständige.
Bei gleicher Punktzahl entscheiden zuerst die planbaren Kosten, dann die Arbeitsschritte. Die Transparenz steht daneben und zählt nicht für den Rang. Sie besteht aus fünf Ja-Nein-Fragen: Nennt der Anbieter einen Dauerpreis, einen Testzugang, eine Aussage zum Training mit Ihren Eingaben, den Ort der Daten und öffentliche Vertragsunterlagen?
Die Punkte sind mein Urteil nach dem, was die Anbieter am 30. Oktober 2026 veröffentlicht haben. Ich habe mit keinem Werkzeug Mandatsfälle bearbeitet und sage deshalb nichts über die Qualität der Antworten. Plätze lassen sich bei ai-toolfinder nicht kaufen, mehr dazu auf der Methodik-Seite.
Welches Werkzeug zu welcher Kanzlei passt
Der Helfer grenzt die Auswahl mit fünf Fragen auf ein bis zwei Werkzeuge ein. Er nutzt nur, was die Anbieter am 30. Oktober 2026 belegen, und ersetzt keine Prüfung in Ihrer Kanzlei.
Entscheidungshelfer
Welches Werkzeug passt zu Ihrer Kanzlei?
Höchstens fünf Ja-Nein-Fragen führen zu einem Werkzeug, nach dem, was die Anbieter am 30. Oktober 2026 belegen. Keine Rechts- oder Steuerberatung.
Wollen Sie zuerst ohne Lizenzkosten anfangen und arbeiten schon mit DATEV?
Alle acht nebeneinander: Rang nach Passung, Transparenz daneben
Unser Verzeichnis führt 62 Tools in der Nische Steuern, davon 11 mit Sitz in Deutschland. Die Tabelle zeigt die acht, die sich an Steuerberater und Kanzleien richten und bei denen ich Preis, Test oder Datenhaltung an den Anbieterseiten nachgesehen habe.
Was das für Sie heißt: Nur Priviq beantwortet alle fünf Transparenzfragen mit Ja, Haufe vier. Bei GenIA-L, Taxy.io und SteuerPraxis KI bleibt vor einem Vertrag viel offen, vor allem der Ort der Daten und die Frage, ob Ihre Eingaben ins Training gehen. Den Rest der Nische Steuern bilden Software für Konzerne und für andere Märkte.
Unsere Daten · sortierbar
Alle acht Werkzeuge nebeneinander: Rang nach Passung, Transparenz daneben
Am 30. Oktober 2026 an den Anbieterseiten geprüft, Preise netto. Passung in Punkten von 8, Transparenz in beantworteten Fragen von 5. Klicken Sie auf eine Spaltenüberschrift zum Sortieren.
| 1 | Deubner TAX KI | Deutschland | 8 | 3 | 99 € im Monat für die ganze Kanzlei | 14 Tage | Nicht genannt | Nein, laut Anbieter |
| 2 | Haufe CoPilot Tax | Deutschland | 7 | 4 | ab 1.059 € im Jahr (Lizenz für 3 Nutzer) | 4 Wochen | EU (Seite nennt AWS und Azure) | Nein, laut Anbieter |
| 3 | GenIA-L | Deutschland | 7 | 1 | Dauerpreis vom anbieter nicht veröffentlicht | 3 Monate für 99 € | Nicht genannt | Nicht genannt |
| 4 | DATEV Copilot | Deutschland | 6 | 2 | Lizenz kostenfrei, Zusatzmodule ohne Preis | Nicht nötig (Lizenz kostenfrei) | DATEV Cloud, Ort nicht genannt | Nicht genannt |
| 5 | Taxy.io | Deutschland | 6 | 1 | 270 € im Monat für 3 Nutzer (Verlagsmodul) | Start-Abo: 3 Monate, 1 Monat gratis | Nicht genannt | Nicht genannt |
| 6 | SteuerPraxis KI | Deutschland | 6 | 1 | Vom Anbieter nicht veröffentlicht | 90 Tage für 45 € | Nicht genannt | Nicht genannt |
| 7 | Priviq AI | Deutschland | 5 | 5 | 160 € je Nutzer und Monat (jährlich) | 14 Tage, bis 3 Nutzer | Deutschland | Nein, laut Anbieter |
| 8 | NWB KIRA | Deutschland | 5 | 2 | In Kanzleipaketen enthalten, Preis nicht veröffentlicht | 4 Wochen | Nicht genannt | Nein, laut Anbieter |
Quelle: Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 30. Oktober 2026, geprüft an den Seiten der Anbieter
Was ein Jahr kostet, soweit der Preis veröffentlicht ist
Veröffentlicht sind Preise in drei Formen: ein Pauschalpreis für die ganze Kanzlei (Deubner), eine Lizenz für eine feste Nutzerzahl (Haufe, Otto Schmidt für Taxy.io) und ein Betrag je Nutzer (Priviq). DATEV nennt für den Copilot eine kostenfreie Lizenz und für die Zusatzmodule keinen Preis.
Der Rechner zeigt Euro netto für 1 bis 10 Nutzer. NWB KIRA, GenIA-L und SteuerPraxis KI fehlen, weil sie keinen Dauerpreis veröffentlichen. Bei GenIA-L widersprechen sich zwei Seiten desselben Verlags: Die Landingpage nennt 30 Euro je Nutzer vom zweiten bis zum zehnten, die Bestellseite eine Staffel von 64,50 Euro bei 2 Nutzern bis 36,90 Euro bei 10 Nutzern.
Aus den Listenpreisen ergibt sich für 1 Nutzer im Jahr: Deubner 1.188 Euro und Priviq 1.920 Euro. Haufe nennt Lizenzen erst für 3 Nutzer. Für 5 Nutzer sind es bei Deubner 1.188 Euro, bei Haufe Gold 2.789 Euro, bei Haufe Excellence 3.289 Euro und bei Priviq Pro 9.600 Euro (5 mal 160 Euro mal 12). Das Verlagsmodul von Otto Schmidt für Taxy.io kostet für 3 Nutzer 3.240 Euro im Jahr.
Was das für Sie heißt: Deubner kostet für 1 und für 5 Nutzer gleich viel, Haufe springt von der 3er- auf die 5er-Lizenz, Priviq steigt mit jedem Platz. Dafür begrenzen bei Deubner 500 Fragen im Monat die ganze Kanzlei und im Otto-Schmidt-Modul 5 Fragen am Tag jeden Nutzer; bei Haufe nennt die Seite kein Limit.
Kostenrechner
Was kostet das Werkzeug im Jahr bei Ihrer Kanzleigröße?
Listenpreise netto vom 30. Oktober 2026, nur Werkzeuge mit veröffentlichtem Dauerpreis. Die Lizenzen von Haufe und Otto Schmidt gelten für eine feste Nutzerzahl. Keine Steuerberatung.
Deubner TAX KI
99 € Monat
im Jahr: 1.188 €
Ganze Kanzlei, 500 Fragen im Monat enthalten
Haufe Basic Plus (Lizenz für 3 Nutzer)
Für mehr als 3 Nutzer eine größere Lizenz wählen
Jahrespreis 1.059 Euro, CoPilot Tax enthalten
Haufe Gold (Lizenz für 5 Nutzer)
232 € Monat
im Jahr: 2.789 €
Jahrespreis 2.789 Euro, CoPilot Tax enthalten
Taxy.io über Otto Schmidt (Modul für 3 Nutzer)
Preis für mehr als 3 Nutzer beim Verlag erfragen
Regulärer Preis 810 Euro für 3 Monate, 5 Fragen am Tag je Nutzer
Priviq AI Pro
800 € Monat
im Jahr: 9.600 €
Je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, Excel-, Word- und PowerPoint-Agenten kosten 50 Euro je Nutzer und Monat extra
DATEV Copilot
0 € Monat
im Jahr: 0 €
Lizenz kostenfrei, lizenzpflichtige Anbindungen nicht eingerechnet
Quelle: Preisseiten der Anbieter, Stand 30. Oktober 2026
1. Deubner TAX KI: am besten, wenn die ganze Kanzlei für einen festen Preis recherchieren soll
Deubner verlangt 99 Euro im Monat zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer für die gesamte Kanzlei, ohne Kosten je Nutzer. Abgerechnet wird monatlich mit einem Monat Kündigungsfrist, 14 Tage Testzugang gibt es vorab.
Die Antworten stützen sich auf mehr als 70.000 Steuer-Expertisen, dazu kommen laut Anbieter 500 bis 1.000 neue im Monat sowie Gesetze und Verwaltungsanweisungen. Deubner TAX KI markiert Kernaussagen farbig, springt auf Wunsch zur Quelle und meldet, wenn es keine Quelle findet. Mein Verzeichniseintrag nannte noch 55.000 Expertisen. Ich habe ihn auf die Angabe der Produktseite vom 30. Oktober 2026 korrigiert.
Über die Recherche hinaus entwirft das Werkzeug Schreiben wie Einsprüche aus Deubner-Vorlagen und wertet hochgeladene Bescheide aus. Eine MCP-Schnittstelle bindet es an Werkzeuge wie Langdock und Microsoft Copilot an, und jeder Mitarbeitende hat einen eigenen Login mit eigenem Fragenarchiv.
Für wen nicht: Wer mehr als 500 Fragen im Monat stellt, zahlt 49,50 Euro netto je weitere 250. Den Ort der Daten und einen Auftragsverarbeitungsvertrag nennt die Seite nicht. Zum Training steht dort, Fragen und Antworten gingen nicht in ein KI-Training. Braucht Ihre Kanzlei Hosting in Deutschland schriftlich, müssen Sie das vor dem Vertrag erfragen.
Belege: [1]
2. Haufe CoPilot Tax: am besten, wenn die Kanzlei schon Haufe Steuer Office hat
CoPilot Tax kostet nichts extra, sondern steckt in jeder Version des Steuer Office. Die Jahrespreise zuzüglich Umsatzsteuer: Basic Plus mit 3 Nutzern 1.059 Euro, Kanzlei-Edition mit 3 Nutzern 1.759 Euro, Gold mit 5 Nutzern 2.789 Euro, Excellence mit 5 Nutzern 3.289 Euro. Ein Limit für die Zahl der Fragen nennt die Seite nicht, vier Wochen sind kostenlos.
Die Version bestimmt, welche Inhalte der Assistent kennt: Basic Plus enthält 4 Praxiskommentare, die Kanzlei-Edition 14, Gold 20, Excellence 21. Wer Haufe CoPilot Tax wegen der KI kauft, kauft also vor allem Inhalte, die Preisstufen entsprechen Inhaltspaketen. Der Assistent speichert bis zu 10 Prompt-Vorlagen, hält bis zu 5 eigene Dokumente vor und läuft als Web-App mit Spracheingabe.
Bei der Datenhaltung widerspricht sich die Seite. Der Abschnitt Datenschutz nennt die private Cloud von Amazon Web Services auf Servern in der EU, die häufigen Fragen nennen Microsoft Azure auf europäischen Servern. Beide Stellen schließen das Training mit Ihren Daten aus. Für wen nicht: Wer nur die KI ohne die Inhaltsdatenbank sucht, findet auf der geprüften Seite kein Einzelangebot, und wer den Cloud-Anbieter kennen muss, sollte ihn schriftlich erfragen.
Belege: [2]
3. GenIA-L: am besten, wenn aus der Recherche Mandantenbriefe und Gutachten entstehen sollen
GenIA-L von Stollfuß durchsucht laut Anbieter mehr als 1,3 Millionen Dokumente, darunter Kommentare, Zeitschriften, Handbücher und juris-Quellen. Aus den Treffern entwirft es Mandantenbriefe, Gutachten, Beratungshilfen und Checklisten. Es gibt Sprachsteuerung, Rückfragen der KI bei unklaren Anfragen und einen Export der Ergebnisse, ein Prompt-Limit nennt die Seite nicht.
Zum Preis habe ich zwei Seiten desselben Verlags gelesen, die sich widersprechen. GenIA-L kostet im Test 99 Euro für drei Monate und einen Nutzer, einmal je Kunde. Für den zweiten bis zehnten Nutzer nennt die Landingpage 30 Euro, die Bestellseite Einzelpreise von 64,50 Euro bei 2 bis 36,90 Euro bei 10 Nutzern. Den Preis des Jahresabos veröffentlicht Stollfuß nicht. Unser Verzeichnis kannte nur die 30 Euro, ich habe den Eintrag ergänzt.
Für wen nicht: Der Test endet nach drei Monaten automatisch, ohne dass gekündigt werden muss. Ob und zu welchem Preis er in ein Abo übergeht, sagt die Seite nicht. Hosting, Training mit Eingaben und Vertragsunterlagen nennt Stollfuß nicht (Stand 30. Oktober 2026).
4. DATEV Copilot: am besten, wenn Sie ohne Lizenzkosten in der DATEV-Welt anfangen wollen
Die Lizenz für den DATEV Copilot ist laut DATEV-Shop kostenfrei (Artikelnummer 90431). Lizenzpflichtig sind die Anbindung an DATEV LEXchat, also die Fachrecherche, und an MyDATEV Kanzlei. Preise dafür nennt der Shop nicht.
Der DATEV Copilot schreibt, kürzt und übersetzt Texte, nimmt Spracheingabe an und fasst hochgeladene Dokumente (PDF, DOCX, ODT, TXT, RTF) bis 1.000 Seiten zusammen. BWAs, Tabellen und Excel-Dateien wertet er derzeit nicht aus. Sein Wissensstand reicht bis September 2024 und lässt sich mit Live-Quellen ergänzen. Steuerfragen mit Verlagsquellen beantwortet er also erst über die lizenzpflichtige Fachrecherche.
DATEV verarbeitet die Daten laut Produktseite innerhalb der DATEV Cloud, nennt aber keinen Ort, keinen Modellanbieter und keine Aussage zum Training. Eine allgemeine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung stellt DATEV öffentlich bereit. Sie gilt für DATEV-Leistungen insgesamt und wird online mit SmartCard oder SmartLogin abgeschlossen. Zwei DATEV-Beiträge widersprechen sich beim Status: Einer nennt den Copilot seit Mai 2026 in MyDATEV verfügbar, ein anderer ohne Datum noch in der Testphase.
5. Taxy.io: am besten, wenn Otto Schmidt Online ohnehin Ihre Kanzleibibliothek ist
Taxy.io nennt auf der Startseite vier Produkte: den Workspace für Recherche, Prüfung und Formulierung, einen MCP Connector, das Modul Schenken & Vererben und den KI Beta Club. Preise stehen dort nicht, die Seite kündigt eine neue Website an. Eine monatliche Mitgliedschaft im KI Beta Club, wie unser Verzeichnis sie nannte, steht dort nicht. Ich habe den Eintrag korrigiert.
Preise stehen beim Verlag. Die Antworten von Otto Schmidt Answers, das auf Taxy.io beruht, laufen im Aktionsmodul Steuerrecht: 5 Fragen am Tag je Nutzer sind enthalten, eine Variante ohne Tageslimit kostet 79 Euro im Monat für einen Nutzer. Das Modul selbst kostet 270 Euro im Monat für 3 Nutzer, im Start-Abo 540 Euro für drei Monate. Für wen nicht: Wer viel fragt, kommt mit 5 Fragen am Tag nicht aus. Hosting, Training und Vertragsunterlagen nennen beide Seiten nicht.
6. SteuerPraxis KI: Word-Add-in mit Quellen von vier Verlagen, aber ohne veröffentlichten Preis
SteuerPraxis KI verbindet Literatur und Entscheidungen von Erich Schmidt Verlag, Lefebvre Stollfuß, IWW und juris und verweist in den Antworten auf das juris Portal. Das Word-Add-in lässt die KI im Dokument schreiben und fügt Quellenverweise ein. Der Test läuft 90 Tage und kostet einmalig 45 Euro.
Einen Dauerpreis nennt keine der geprüften Seiten. Die gesponserte juris-Meldung vom 20. Juli 2026 verweist für Angebote auf eine Demo und das Beratungsteam. Mein Verzeichnis nannte 99 Euro für den ersten und 29,70 Euro für jeden weiteren Nutzer. Ich konnte beides nicht belegen und habe den Eintrag korrigiert. Für wen nicht: Wer vor dem Gespräch mit dem Vertrieb rechnen will, findet hier keinen Preis, ebenso wenig Angaben zu Hosting und Training (Stand 30. Oktober 2026).
7. Priviq AI: für Konzernsteuer und Prüfung, mit den klarsten Angaben zu Daten und Vertrag
Priviq nennt über 20 Agenten, davon neun für die Abschlussprüfung und vier für die Steuerberatung: Transfer-Pricing-Validator, Vorbereitung der Betriebsprüfung, Planung des effektiven Konzernsteuersatzes und Audit-Risk-Scoring. Das ist ein anderer Zuschnitt als bei den Recherche-Assistenten der Verlage. Der Schwerpunkt liegt auf Arbeitspapieren für Prüfung und Konzernsteuer statt auf Fragen an die Steuerliteratur.
Pro kostet bei Priviq AI 160 Euro je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung (200 Euro monatlich), Max ab 400 Euro (ab 500 Euro monatlich), jeweils zuzüglich Umsatzsteuer. Agenten für Excel, Word und PowerPoint kosten 50 Euro je Nutzer und Monat extra, der Outlook-Agent nichts. Der Pilot läuft 14 Tage für bis zu drei Nutzer ohne Kreditkarte.
Die Sicherheitsseite nennt Hosting in Deutschland, kein Training mit Kundendaten und einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO samt technisch-organisatorischen Maßnahmen. ISO 27001 ist im Zertifizierungsprozess, ISO 42001 in Vorbereitung. Beim Modell weichen die Quellen ab: Die Startseite nennt selbst gehostete Open-Weight-Modelle in deutschen Rechenzentren, die Sicherheitsseite EU-gebundene Regionen. Für wen nicht: Eine Kanzlei, die vor allem Rechtsfragen recherchiert, findet hier keine benannten Verlagsinhalte.
8. NWB KIRA: Quellen per Klick, aber ohne Preis und mit Warnung vor personenbezogenen Daten
NWB KIRA steckt in allen Kanzlei- und Themenpaketen der NWB Datenbank, als Hauptquelle nennt die Shopseite das Kanzleipaket NWB MAX. Einen Preis nennt weder die Shopseite noch die Startseite. Vier Wochen sind laut Shop kostenlos, danach gilt eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende. Die Funktionen Frag das Buch! und Frag den Kommentar! machen einzelne Online-Bücher befragbar.
Die Nutzungshinweise sind die deutlichsten der acht. NWB schreibt, Eingaben würden nicht zum Training der Sprachmodelle verwendet, und rät zugleich davon ab, personenbezogene, sensible oder vertrauliche Daten einzugeben. Antworten muss eine fachkundige Person prüfen. Für wen nicht: Wer NWB KIRA mit Mandantensachverhalten füttern will, muss vorher klären, was die Warnung für die eigenen Fragen bedeutet. Hosting-Ort und Modellanbieter nennt NWB nicht.
Was das Berufsrecht verlangt, bevor Mandantendaten in ein Werkzeug gehen
§ 57 Absatz 1 StBerG verpflichtet Steuerberater, den Beruf unter anderem verschwiegen auszuüben. Die Pflicht bezieht sich auf alles, was in Ausübung des Berufs bekannt geworden ist. § 203 Absatz 1 Nummer 3 StGB bedroht Steuerberater, die fremde Geheimnisse unbefugt offenbaren, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe.
§ 62a StBerG erlaubt, Dienstleistern Zugang zu geschützten Tatsachen zu geben, soweit das für die Dienstleistung erforderlich ist. Der Dienstleister ist sorgfältig auszuwählen. Der Vertrag braucht Textform, muss zur Verschwiegenheit verpflichten, auf die strafrechtlichen Folgen hinweisen, den Zugang auf das Nötige begrenzen und regeln, ob weitere Personen hinzugezogen werden dürfen. Bei Leistungen im Ausland muss der Schutz dem inländischen vergleichbar sein. Die Vorschriften zum Schutz personenbezogener Daten bleiben unberührt.
Was das für Sie heißt: Einen öffentlichen Auftragsverarbeitungsvertrag habe ich bei Priviq (Art. 28 DSGVO, laut Sicherheitsseite) und als allgemeine Vereinbarung bei DATEV gefunden. Bei den übrigen sechs müssen Sie Vertrag, Hosting und Trainingsaussage vor dem Abschluss anfordern. Das ist keine Rechtsberatung.
Geprüft und weggelassen
Accountable richtet seinen KI-Steuerberater an Selbstständige, sagt selbst, die KI könne falsch liegen, und rät davon ab, vertrauliche Daten einzugeben. sevdesk nennt auf der Startseite nur Belegerfassung und Banking KI-gestützt, die Umsatzsteuer-Voranmeldung beschreibt es ohne KI-Angabe. Beide richten sich nicht an Kanzleien.
Norman und Jahresabschluss.io habe ich nicht geprüft, sie stehen im Verzeichnis unter Belegerfassung und Abschluss. Die US-Anbieter und Umsatzsteuer-Engines der Nische habe ich ebenfalls weggelassen: Sie haben nach unseren Daten ihren Sitz in den USA, Kanada oder Irland, die Suche nach KI für Steuerberater meint aber deutsche Kanzleien.
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Quellen
- Deubner, Deubner TAX KI (Stand 30. Oktober 2026)
- Haufe, CoPilot Tax (Stand 30. Oktober 2026)
- Priviq AI, Sicherheit (Stand 30. Oktober 2026)
- Priviq AI, Preise (Stand 30. Oktober 2026)
- Otto Schmidt, Aktionsmodul Steuerrecht (Stand 30. Oktober 2026)
- DATEV, Produktseite DATEV Copilot (Stand 30. Oktober 2026)
- Stollfuß, GenIA-L (Stand 30. Oktober 2026)
- Stollfuß, GenIA-L 3-Monats-Test (Stand 30. Oktober 2026)
- DATEV, DATEV Copilot: Das kann der KI-Assistent heute
- DATEV, KI im Kanzleialltag: DATEV Copilot
- DATEV, Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung
- Taxy.io, Startseite (Stand 30. Oktober 2026)
- Stollfuß, SteuerPraxis KI (Stand 30. Oktober 2026)
- Der Betrieb, juris KI-Suite (20. Juli 2026, gesponserte Meldung)
- Priviq AI, Startseite (Stand 30. Oktober 2026)
- NWB, NWB KIRA in den Kanzleipaketen (Stand 30. Oktober 2026)
- NWB, NWB KIRA Nutzungshinweise (Stand 30. Oktober 2026)
- Gesetze im Internet, § 57 StBerG
- Gesetze im Internet, § 62a StBerG
- Gesetze im Internet, § 203 StGB
- Accountable, KI-Steuerberater (Stand 30. Oktober 2026)
- sevdesk, Startseite (Stand 30. Oktober 2026)





