KI Chatbot Kundenservice: sieben Anbieter für den DACH-Raum im belegten Vergleich (Oktober 2026)
Nach meiner Prüfung vom 25. Oktober 2026 passt Typewise für den Kundenservice im DACH-Raum am besten (9 von 10 Punkten), vor moinAI und Tidio mit je 7. Nur vier der sieben veröffentlichen einen Preis: moinAI ab 750 Euro im Monat, Typewise ab 99 US-Dollar plus 2 US-Dollar je Lösung, Tidio ab 24,17 US-Dollar, Fin 0,99 US-Dollar je Ergebnis. Gewertet habe ich, was die Anbieter belegen, nicht die Qualität der Antworten.
- Am besten, wenn Sie Frankfurt, ISO 27001 und den Ausschluss von Training schriftlich sehen wollen: Typewise (ab 99 US-Dollar im Monat plus 2 US-Dollar je Lösung)
- Am besten, wenn Sie als Mittelständler einen festen Euro-Betrag und Server in Deutschland suchen: moinAI (ab 750 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung)
- Am besten, wenn Sie klein und ohne Vertriebsgespräch starten wollen: Tidio (Gratis-Tarif, 7 Tage Test)
- Am besten, wenn Intercom, Salesforce, Zendesk, HubSpot oder Freshdesk schon läuft: Fin (0,99 US-Dollar je Ergebnis, Rechenzentrum in Dublin nach Vertrag)
- Am besten, wenn ein Konzern Telefon und Chat bündeln will und ein Angebot einholt: Cognigy oder Parloa (beide ohne veröffentlichten Preis)
Am 25. Oktober 2026 habe ich die Anbieterseiten von acht Chatbot-Anbietern aus unserem Verzeichnis durchgesehen, die für den Kundenservice im DACH-Raum in Frage kommen: Preis-, Sicherheits-, Datenschutz- und Produktseiten, insgesamt 23 Seiten. Sieben habe ich gereiht, einen weggelassen. Gefragt habe ich nach Preis, Speicherort der Daten, Vertragsunterlagen, Zertifikaten und danach, ob der Anbieter Training mit Kundendaten ausschließt.
Der Text ist eine Auswahl für Mittelstand und Konzern im DACH-Raum. Was ein gelöster Fall kostet und wie Anbieter ihn zählen, steht in KI-Agenten im Kundenservice: was sie lösen und kosten. Die Auswahl zeigt, welcher Anbieter zu welcher Lage passt und was Sie vor einem Vertrag schriftlich anfordern sollten.
Welcher Anbieter für welche Lage
Die Entscheidung hängt an vier Fragen: Muss der Bot auch Anrufe annehmen, sitzt Ihr Einkauf in einem Konzern, läuft schon ein Helpdesk, und muss der Server in Deutschland stehen. Der Entscheidungshelfer führt mit höchstens fünf Fragen zu einem Anbieter, nach dem, was die Anbieter am 25. Oktober 2026 belegen.
Was das für Sie heißt: Das Ergebnis ersetzt weder ein Angebot noch eine Vorführung mit Ihren eigenen Hilfetexten. Es sagt Ihnen, mit welchem Anbieter Sie das erste Gespräch führen.
Entscheidungshelfer
Welcher Anbieter passt zu Ihrem Kundenservice?
Höchstens fünf Ja-Nein-Fragen führen zu einem Anbieter, nach dem, was die Anbieter am 25. Oktober 2026 belegen.
Muss der Bot auch Anrufe am Telefon annehmen?
Quelle: Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 25. Oktober 2026, geprüft an den Seiten der Anbieter
Die sieben Anbieter nebeneinander: Rang nach Passung, Transparenz daneben
Unser Verzeichnis führt 38 Einträge in der Nische Support-Chatbots, davon 3 mit Sitz in Deutschland. Die Tabelle zeigt sieben Anbieter, geprüft an den Anbieterseiten. Passung ist die Summe aus fünf Kriterien mit je 0 bis 2 Punkten, Transparenz zählt die Fragen, die der Anbieter selbst beantwortet. Die Punkte erkläre ich nach der Liste.
Die beiden Spalten gehen weit auseinander. Cognigy, Parloa und Gladly nennen weder einen Preis noch einen Testzeitraum noch einen konkreten Speicherort, Typewise beantwortet alle fünf Fragen. Was das für Sie heißt: Bei den drei Anbietern ohne Angaben beginnt jede Prüfung mit einer Anfrage, bei den anderen können Sie vorab rechnen und die Vertragsunterlagen lesen.
Unsere Daten · sortierbar
Alle sieben Anbieter nebeneinander: Rang nach Passung, Transparenz daneben
Am 25. Oktober 2026 an den Anbieterseiten geprüft. Passung in Punkten von 10, Transparenz in beantworteten Fragen von 5. Klicken Sie auf eine Spaltenüberschrift zum Sortieren.
| 1 | Typewise | Schweiz | 9 | 5 | ab 99 $ im Monat plus 2 $ je Lösung | 14 Tage | AWS Frankfurt | Nein, laut Sicherheitsseite | ISO 27001 |
| 2 | moinAI | Deutschland | 7 | 2 | ab 750 € im Monat (jährlich) | Nur Demo | Deutschland | Nicht veröffentlicht | Nicht für moinAI selbst (Rechenzentren: ISO 27001) |
| 3 | Tidio | USA | 7 | 3 | ab 24,17 $ im Monat, Gratis-Tarif | 7 Tage und Gratis-Tarif | AWS, Region nicht genannt, laut AVV vorrangig EWR | Nicht veröffentlicht | SOC 2 |
| 4 | Fin | USA | 6 | 4 | 0,99 $ je Ergebnis (plus Plätze auf Intercom) | 14 Tage | USA, Irland (Dublin) oder Australien, EU nach Vertrag | Nicht veröffentlicht | SOC 2, ISO 27001, ISO 27701, ISO 42001, AIUC-1 |
| 5 | Parloa | Deutschland | 6 | 1 | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht | Region nicht genannt (Parloa Zones) | Nicht veröffentlicht | ISO 27001, SOC 2, PCI DSS |
| 6 | Cognigy | Deutschland | 4 | 0 | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht |
| 7 | Gladly | USA | 4 | 2 | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht | Nein, laut Sicherheitsseite | SOC 2 Type II, PCI DSS, HIPAA |
Quelle: Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 25. Oktober 2026, geprüft an den Seiten der Anbieter
Was 1.000 gelöste Fälle im Monat kosten, soweit veröffentlicht
Veröffentlicht sind Preise in drei Formen: ein fester Betrag ohne Mengenzähler (moinAI), Grundgebühr plus Betrag je Lösung (Typewise) und Betrag je Ergebnis ohne Grundgebühr (Fin). Tidio staffelt nach abrechenbaren Konversationen und zeigt für 1.000 KI-Konversationen keinen Betrag. Cognigy, Parloa und Gladly nennen keinen Preis (Stand 25. Oktober 2026).
Bei 1.000 Fällen im Monat ergibt das: moinAI Business 750 Euro bei jährlicher und 880 Euro bei monatlicher Zahlung, unabhängig von der Zahl der Unterhaltungen. Typewise Starter 99 US-Dollar plus 1.000 mal 2 US-Dollar, zusammen 2.099 US-Dollar; Mengenpakete bis hinunter zu 1 US-Dollar je Lösung nennt die Seite ab dem Tarif Growth, ohne die Paketpreise zu zeigen. Fin 990 US-Dollar bei 1.000 Ergebnissen auf einem fremden Helpdesk ohne Platzgebühr.
Die Beträge sind nicht gleichwertig. moinAI zählt Unterhaltungen und berechnet nichts je Lösung. Typewise rechnet eine Teillösung mit Übergabe an Menschen als halbe Einheit, Fin zählt auch dann ein Ergebnis, wenn Kundinnen und Kunden nach der Antwort nicht weiter nachfragen. Euro und US-Dollar stehen nebeneinander, ich habe nichts umgerechnet.
Was das für Sie heißt: Gegenüber moinAI Business bei jährlicher Zahlung liegt die Schwelle bei Fin rechnerisch bei rund 760 und bei Typewise bei rund 325 Fällen im Monat. Wer wenige oder stark schwankende Fälle erwartet, zahlt je Lösung weniger, wer viele erwartet, bei einem festen Betrag. Der Rechner zeigt die Werte für Ihre Menge.
Rechner · Listenpreise
Was Ihre Menge im Monat kostet
Nur Listenpreise, die der Anbieter am 25. Oktober 2026 veröffentlicht. moinAI zählt Unterhaltungen und rechnet in Euro, Typewise und Fin zählen gelöste Fälle und rechnen in US-Dollar. Eine Umrechnung findet nicht statt. Ohne Einführung und Steuern, nur zur Orientierung.
moinAI Business, jährlich (Euro)
750 im Monat
im Jahr: 9.000
Unbegrenzte Unterhaltungen, 15 KI-Agenten, Wissensbasis bis 20 MB, 3 Monate Mindestlaufzeit
moinAI Business, monatlich (Euro)
880 im Monat
im Jahr: 10.560
Gleicher Umfang bei monatlicher Zahlung
Typewise Starter, 2 Dollar je Lösung (US-Dollar)
2.099 im Monat
im Jahr: 25.188
Ein Nutzer, 20 Dollar KI-Budget, Teillösungen zählen halb, Mengenpakete ab Growth
Fin auf fremdem Helpdesk (US-Dollar)
990 im Monat
im Jahr: 11.880
Ohne Platzgebühr, monatlicher Mindestumsatz (die Seite nennt 50 Ergebnisse als Beispiel)
Quelle: Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 25. Oktober 2026, geprüft an den Seiten der Anbieter
1. Typewise: am besten, wenn Frankfurt, ISO 27001 und der Ausschluss von Training schriftlich vorliegen sollen
Typewise macht von den sieben die meisten Angaben öffentlich. Laut Sicherheitsseite laufen alle Dienste auf Amazon Web Services in Frankfurt, Kundendaten werden in der EU oder der Schweiz verarbeitet, das Unternehmen nennt sich ISO-27001-zertifiziert, und die Datenverarbeitungsbedingungen gelten für jeden Kunden. Einen separat unterschriebenen AVV gibt es auf Anfrage.
Zum Training schreibt Typewise, die Daten der Kunden würden nie zum Training der eigenen KI genutzt, auch nicht für andere Kunden. Die Sprachmodelle laufen über Azure OpenAI, OpenAI Ireland und Google Vertex AI in der EU, laut Seite ohne Speicherung der Prompts beim Modellanbieter. Die Protokolle der Agentenabläufe liegen 14 Tage bei LangChain, einem weiteren Unterauftragnehmer.
Der Starter-Tarif von Typewise kostet 99 US-Dollar im Monat (999 US-Dollar im Jahr) mit einem Nutzer und 20 US-Dollar KI-Budget. Growth kostet 599 US-Dollar mit fünf Nutzern, Business 2.000 US-Dollar bei Jahreszahlung, Enterprise gibt es nur auf Anfrage. Jeder weitere Nutzer kostet 89 US-Dollar, dazu kommen 2 US-Dollar je Lösung. Der Test läuft 14 Tage mit 100 Lösungen Guthaben und ohne Karte.
Für wen nicht: Wer Telefon braucht, findet auf den geprüften Seiten nur E-Mail und Chat, WhatsApp steht nur in einem Beispielauftrag. Eine Sprachliste und Deutsch als Sprache nennen die Seiten nicht, die Preise stehen in US-Dollar. Die Grafik mit Lösungsquoten von 75 bis über 90 Prozent hat keine Quelle, ich habe sie weggelassen.
2. moinAI: am besten, wenn ein Mittelständler einen festen Euro-Betrag und Server in Deutschland sucht
moinAI nennt drei Euro-Tarife ohne Mengenzähler. Business kostet 750 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung (880 Euro monatlich, 3 Monate Mindestlaufzeit), Growth 1.350 Euro (1.580 Euro monatlich, 6 Monate), Professional 2.500 Euro (2.930 Euro monatlich, 12 Monate). Unterhaltungen sind in allen Tarifen unbegrenzt, eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an. Die Tarife unterscheiden sich bei den KI-Agenten (15, 35 und 75) und der Größe der Wissensbasis (20, 50 und 100 MB).
Auf der DSGVO-Seite von moinAI steht, alle Server stünden in Deutschland, und ein AVV nach Art. 28 DSGVO wird angeboten; wer ihn vorab lesen will, schreibt eine E-Mail. Die Preisseite führt zusätzlich Datenhaltung auf deutschen Servern bei OVH und zwei Varianten der Sprachmodell-Verarbeitung auf europäischen Servern auf (Azure Sovereign und EU Extended). Welcher Tarif welche Option enthält, ordnet die Tabelle nicht erkennbar zu. Das gehört in Ihre Anfrage.
Zwei Seiten widersprechen sich: Die Startseite sagt, die KI verstehe 98 Sprachen, die Preisseite nennt bis zu 25 automatisch übersetzte Sprachen. Ich rechne mit den 25, weil sie an den Tarif gebunden sind. Eigene Zertifikate führt moinAI nicht auf: Die Preisseite nennt ISO 27001 für die Rechenzentren und markiert die eigene Zertifizierung und ein Trust Center als „Coming soon“. Zu Training mit Kundendaten und zu den Sprachmodell-Anbietern schweigen die geprüften Seiten.
Für wen nicht: Wer WhatsApp, Telefon oder eine eigene App braucht, muss anfragen, denn diese Kanäle stehen in der Tarifübersicht als „Auf Anfrage“. In allen Tarifen gibt es ein Chatfenster für die Website. Wer ein Zertifikat des Anbieters selbst verlangt, findet es noch nicht. Die Startseite nennt ImmoScout24, AdmiralDirekt und TEAG als Kunden und beziffert die Kundenzahl einmal mit „+170“ und einmal mit „Über 150“, deshalb übernehme ich keine Zahl.
3. Tidio: am besten, wenn Sie klein anfangen und ohne Vertriebsgespräch ausprobieren wollen
Tidio hat als einziger der sieben einen Gratis-Tarif. Free kostet 0 US-Dollar mit 50 abrechenbaren Konversationen im Monat, Starter 24,17 US-Dollar mit 100, Growth ab 49,17 US-Dollar, Plus ab 300 US-Dollar plus Nutzung, Premium auf Anfrage. Der KI-Agent Lyro kostet als Zusatz ab 32,50 US-Dollar im Monat für 50 Lyro-Konversationen. Zur Oberflächensprache nennt die Preisseite nur „Multilanguage“, ohne Zahl.
Der Test dauert 7 Tage, ohne Kreditkarte und mit allen Funktionen. Bei Tidio nennt die Sicherheitsseite Amazon Web Services und ein SOC-2-Examen, aber keine Region. Der AVV führt die Tidio LLC in San Francisco als Auftragsverarbeiter, verspricht Verarbeitung vorrangig im Europäischen Wirtschaftsraum und stützt Übermittlungen in Drittländer auf Standardvertragsklauseln. Unser Verzeichnis führte als Datenhaltung schlicht „EU“, das habe ich korrigiert.
Für wen nicht: Wer Datenhaltung ausschließlich in Deutschland vertraglich braucht, bekommt sie hier nicht belegt. Ob Kundendaten ein Modell trainieren, steht auf den geprüften Seiten nicht, und Lyro-Preise für 1.000 Konversationen zeigt die Seite nicht.
4. Fin: am besten, wenn Intercom, Salesforce, Zendesk, HubSpot oder Freshdesk schon läuft
Fin rechnet je Ergebnis ab: 0,99 US-Dollar, wenn der Kunde die Lösung bestätigt, nach der Antwort nicht weiter nachfragt oder Fin einen Ablauf abschließt, auch mit Übergabe; ein Gespräch wird einmal berechnet. Auf einem fremden Helpdesk wie Salesforce fallen keine Platzgebühren an, aber ein monatlicher Mindestumsatz, die Seite nennt als Beispiel 50 Ergebnisse. Auf Intercom kosten die Plätze 19 (Essential), 85 (Advanced) und 132 US-Dollar (Expert). Der Test dauert 14 Tage ohne Kreditkarte.
Für DACH zählt der Speicherort, und bei Fin nennt das Hilfe-Center Rechenzentren in Virginia (USA), Dublin (Irland) und Sydney. Regionales Hosting gibt es für Kunden mit Vertrag über einen neuen Arbeitsbereich beim Vertrieb. Ein bestehender Arbeitsbereich lässt sich nicht umziehen, und Daten, die an externe Systeme gehen, können die Region verlassen. Ob die KI-Verarbeitung selbst in der Region läuft, sagt der Artikel nicht. Als Zertifikate nennt die Startseite SOC 2, ISO 27001, ISO 42001, ISO 27701, AIUC-1 und HIPAA.
Für wen nicht: Fin nennt weder eine Zahl der Sprachen (die Startseite sagt „dozens“) noch Euro-Preise, und zum Training mit Kundendaten steht auf den geprüften Seiten nichts. Die Lösungsquote von im Schnitt 76 Prozent über mehr als 12.000 Kunden ist eine Angabe des Anbieters ohne unabhängige Prüfung.
5. Parloa: Telefon-Agenten für Konzerne, aber ohne belegten Chatbot und ohne Preis
Parloa beschreibt auf der Plattformseite Sprachdialoge in über 140 Sprachen, eine Angabe des Anbieters, und nennt Chat dort nicht. Die deutsche Sicherheitsseite führt ISO 27001, SOC 2 (Typ 1 und 2) und PCI DSS auf, mit „Parloa Zones“ sollen Kundendaten in der Region bleiben. Eine Region und einen AVV nennt die Seite nicht, einen Preis keine der geprüften Seiten. Auf der Startseite steht ein Verweis auf einen Wertrechner.
Für wen nicht: Wer einen Chatbot für die Website sucht, ist hier nicht richtig, und wer Preise vorab braucht, muss ein Angebot einholen. Die Plattformseite nennt BER Airport, OBI und AUTO1 als Kunden, die Startseite Booking.com, Zalando und SAP.
6. Cognigy: der Konzernfall mit deutschen Referenzen, aber ohne Angaben zu Preis und Speicherort
NiCE Cognigy deckt Telefon, Chat und die Assistenz für Mitarbeitende ab und nennt auf der Startseite unter anderem Bosch, Henkel, Lufthansa, Mercedes-Benz, Sixt, AOK PLUS und ERGO. NiCE hat den Kauf am 8. September 2025 abgeschlossen, seither gibt es Cognigy als Teil der Plattform CXone Mpower und eigenständig. Auf Startseite, Pressemitteilung und Release-Hinweisen stehen weder Preis noch Hosting-Region noch Zertifikate. Nur die Sprachverarbeitung lässt sich seit Version 2025.17 auf EU-Dienste von ElevenLabs und Deepgram stellen, Deepgram EU auf Anfrage.
Das Trust Center von Cognigy lieferte beim Abruf keinen Text. Deshalb nenne ich keine Zertifikate, die ich nicht belegen kann. Für wen nicht: Kleine Teams ohne Einkaufsprozess, denn ohne Preisseite beginnt jeder Kontakt mit einem Vertriebsgespräch. Die Auszeichnung als Leader im Forrester Wave 2026 ist eine Angabe von Cognigy.
7. Gladly: eine US-Plattform für Händler mit deutscher Oberfläche, aber ohne Preis und Speicherort
Gladly beantwortet Anfragen über Sprache, SMS, E-Mail, Chat und soziale Nachrichten und zielt auf Händler und E-Commerce-Marken wie Lovesac, Ulta und UGG. Die Oberfläche gibt es laut Hilfe-Center auf Deutsch, neben Englisch, Spanisch, Niederländisch, Französisch, Polnisch und Japanisch. Die Sicherheitsseite nennt SOC 2 Type II, PCI DSS und HIPAA sowie „no model training on your data“. Hosting-Region, Unterauftragnehmer und AVV nennt sie nicht, einen Preis keine der geprüften Seiten.
Für wen nicht: Wer Daten in der EU belegt haben muss, Preise vorab braucht oder kein Händler ist. Die Angaben 300 Millionen Gespräche und 65 Prozent mehr Kundenzufriedenheit auf der Produktseite sind Werbezahlen des Anbieters, ich habe sie nicht übernommen.
Was Sie vor dem Vertrag verlangen sollten: AVV, KI-Kennzeichnung, Training
Ein Chatbot, der Kundennachrichten an einen Anbieter schickt, macht diesen zum Auftragsverarbeiter. Art. 28 DSGVO verlangt dann, dass die Verarbeitung auf der Grundlage eines Vertrags oder eines anderen Rechtsinstruments erfolgt. Öffentlich lesbar war der AVV bei Tidio, Typewise verweist auf Datenverarbeitungsbedingungen für jeden Kunden, moinAI schickt ihn auf Anfrage. Bei Fin, Parloa, Cognigy und Gladly habe ich auf den geprüften Seiten keinen gefunden.
Zweitens die Kennzeichnung: Nach Art. 50 der KI-Verordnung müssen Menschen ab Beginn der ersten Interaktion erfahren, dass sie mit einem KI-System sprechen, außer es ist offensichtlich. Die Kommission nennt Chatbots und KI-Agenten ausdrücklich, Art. 50 gilt seit dem 2. August 2026. Fragen Sie jeden Anbieter, wer den Hinweis im Chatfenster einstellt.
Drittens Region, Training und Unterauftragnehmer. Nur Typewise und Gladly schließen auf den geprüften Seiten Training mit Ihren Daten ausdrücklich aus, Typewise listet seine Unterauftragnehmer. Was das für Sie heißt: Legen Sie jedem Anbieter diese drei Fragen schriftlich vor und halten Sie fehlende Antworten als offenen Punkt fest.
Geprüft und weggelassen
Ada habe ich geprüft und weggelassen. Die Sicherheitsseite nennt SOC 2, GDPR und weitere Berichte, die Berichte selbst aber nur über einen Zugangsbereich, dazu keine Hosting-Region, und auf den geprüften Seiten steht kein Preis. Für den DACH-Raum bleibt damit zu wenig Belegtes.
Sierra, Decagon, Yellow.ai und Kore.ai stehen im englischen Round-up zum selben Thema. Für diese Auswahl habe ich sie nicht geprüft, weil unser Verzeichnis sie ohne deutsche Oberfläche und ohne DACH-Markt führt. Helpdesks wie Zendesk, Freshdesk und Front mit eigener Bot-Funktion gehören in die Nische der Helpdesk-Software und sind hier kein Thema.
Belege: [26]
So habe ich gereiht
Die Reihenfolge folgt der Passung für Mittelstand und Konzern im DACH-Raum. Fünf Kriterien bringen je 0 bis 2 Punkte, zusammen höchstens 10. Die Kriterien sind Funktionen und Kanäle im Kundenservice (Chatbot, Agenten, Übergabe an Menschen), Datenhaltung in Deutschland oder der EU, öffentliche Vertragsunterlagen, Zertifikate des Anbieters selbst und Eignung für DACH (deutsche Oberfläche, Referenzen, Preis in Euro). Gewertet habe ich nur, was auf Anbieterseiten steht.
Typewise erreicht 9 Punkte, moinAI und Tidio je 7, Fin und Parloa je 6, Cognigy und Gladly je 4. Bei Gleichstand entscheidet die Datenhaltung, dann die Funktionen, dann die Eignung für DACH. So steht moinAI vor Tidio, Fin vor Parloa und Cognigy vor Gladly.
Transparenz ist eine eigene Spalte und zählt nicht in die Passung. Sie zählt fünf Fragen, die der Anbieter selbst beantwortet: Betrag, Testzeitraum, Speicherort, Training mit Kundendaten und eigenes Zertifikat. Die Qualität der Antworten habe ich nicht gemessen, ich habe keinen Bot mit echten Kundenanfragen betrieben.
Kein Anbieter zahlt für einen Platz, und die Seite enthält keine Partnerlinks. Wie ai-toolfinder Inhalte erstellt und prüft, steht auf der Methodik-Seite. Preise sind Listenpreise der Anbieter, Stand 25. Oktober 2026, sie ändern sich ohne Ankündigung.
Belege: [5]
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Quellen
- moinAI, Preise
- Typewise, Preise
- Tidio, Preise
- Fin (Intercom), Preise
- Datensatz ai-toolfinder.com, Stand 25. Oktober 2026
- Typewise, Sicherheit
- Typewise, So funktioniert es
- moinAI, Startseite
- moinAI, Chatbots und DSGVO
- Tidio, Sicherheit
- Tidio, Auftragsverarbeitungsvertrag
- Tidio, Lyro
- Fin, Regionales Hosting (Hilfe-Center)
- Fin, Startseite
- Parloa, Plattform
- Parloa, Enterprise Security und Governance
- Parloa, Startseite
- Cognigy, Startseite
- NiCE, Abschluss der Übernahme von Cognigy
- Cognigy, Release 2025.17
- Gladly, Produkt
- Gladly, Datensicherheit
- Gladly, unterstützte Sprachen (Hilfe-Center)
- DSGVO, Art. 28 Auftragsverarbeiter
- Europäische Kommission, Transparenzpflichten nach Art. 50 der KI-Verordnung
- Ada, Sicherheit und Trust




